Laden Sie ihr Elektroauto bequem in der Garage mit einer Wallbox

Wer eine Steckdose in der Garage hat, der kann damit sein E-Auto aufladen. So einfach ist das. Allerdings kommen aus der Haushaltsstecksdose „nur“ etwa 3kW raus. Wenn ihr Elektroauto beispielsweise über einen 42 kWh-Akku verfügt, dann ist dieser nach ca. 13-14h voll geladen. Wenn Sie also abends von der Arbeit nach Hause kommen, ist das Auto morgens also wieder prallvoll. ABER: Wahrscheinlich ist der Akku des E-Autos gar nicht komplett leer. Angenommen, es fehlen lediglich 26 kWh, dann ist das Auto in etwa 9 h wieder vollends aufgeladen.

Besitzen Sie hingegen ein Elektroauto mit einem richtig großen fetten Akku von sagen wir mal 80 kWh, dann wird es mit dem Aufladen über Nacht möglicherweise etwas knapp. Es hängt aber eben auch wieder damit zusammen, wie „leer“ der Akku bzw. das Auto zu Hause ankommen. Wenn ihr Fahrzeug einen Verbrauch von 25 kWh je 100 km hat und Sie täglich 120 km in die Arbeit pendeln, dann müssen somit nur etwa 30 kWh nachgeladen werden. Das schafft die Steckdose in ungefähr 10 h. Sollte also kein Problem sein.

Deutlich schneller geht das Laden mit 11 kW und einer Wallbox.

(… und der Einbau eines heimischen Ladepunktes wird aktuell von der KfW bezuschusst)

Mit 900 Euro je Ladepunkt sind Sie also dabei. Da eine Wallbox mit einer Ladeleistung von 11 kW ca. 900 Euro kostet, schenkt Ihnen also der Staat (genauer der Minister Andreas Scheuer) eine Wallbox. Damit lädt man ca. 4mal schneller als mit der Steckdose. Der Akku mit einer Kapazität von 42 kWh eines Elektroautos ist damit in 4 h wieder komplett voll. In 8 h können Sie also bis knapp 90 kWh laden und so auch große E-Fahrzeuge wieder flott bekommen.

Achtung: Es werden nur bestimmte Ladestationen gefördert. Die Liste der Modelle, die förderfähig sind, können ebenfalls auf der KfW-Seite abgerufen werden. Dort erhalten Sie eine ellenlange Liste mit allen möglichen Modellen.

Achtung:

Wichtig für die Förderung: Der Strom fürs Auf­laden muss ausschließlich aus erneuer­baren Energien stammen, etwa vom Energie­versorger mit Öko­strom-Tarif oder von der eigenen Photo­voltaik-Anlage.“ (Zitat von der Webseite der KfW)

Prüfen Sie also, ob Sie Ihren Strom von einem Anbieter erhalten, der ausschließlich nachhaltigen Strom liefert und lassen Sie sich das bitte unbedingt schriftlich bestätigen!!!! Sollte Ihr Anbieter das nicht anbieten können, dann wechseln Sie eben den Stromlieferanten.

Die Abrechnung erfolgt zu den Konditionen, wie Sie auch den „normalen“ Strom in Ihrem Haushalt abrechnen. Bei vielen Haushalten dürften das so um die 30 Cent je kWh sein.

Pfiffig ist es zudem, den eigenen Strom zu nutzen – also beispielsweise den eigenen Solarstrom. Übrigens werden zudem neue PV-Anlagen (Photovoltaik-Anlagen) ebenfalls gefördert – wiederum von der KfW!!! Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Nochmals zurück zur Wallbox: Nachdem ich selbst im Januar 2021 eine in die Garage einbauen ließ, hier noch einige Tipps:

• Nehmen Sie eine Wallbox die aktuell förderfähig ist und mit 11 kW Ihr Auto betankt, aber am besten durch Software auf 22 kW umgestellt werden kann, um so für die Zukunft gerüstet zu sein.

• Die Wallbox sollte per App einzurichten sein.

• Gut ist es zudem, wenn man die Ladedaten wiederum über eine App ablesen kann. Dazu muss die Wallbox Bluetooth, WLAN oder eine SIM-Karte haben, um mit dem Smartphone kommunizieren zu können.

• Ich finde es prima, wenn man für die Wallbox zusätzlich eine RFID-Karte nutzen kann, damit nicht jeder beliebige die Wallbox zum Laden verwenden kann. Das ist wichtig, wenn die Wallbox nicht in der Garage, sondern beispielsweise in der Hauseinfahrt oder wo auch immer steht und so potenziell für jedermann zugänglich ist. Alternativ zur RFID-Karte kann wiederum für die Autorisierung an der Wallbox ein Smartphone inklusive einer App zum Einsatz kommen.

Ich habe mich also auch tagelang mit den verschiedenen Modellen auseinander gesetzt und meine Wahl fiel dann auf diese Box, die alle genannten Kriterien erfüllt:

(https://www.mobilityhouse.com/de_de/evbox-elvi-wallbox-22kw-wlan-mid-bluetooth.html)

Die 900 Euro haben ich ebenfalls schon ausbezahlt bekommen – musste aber nach dem Einreichen der Rechnung noch über 2 Monate darauf warten.

Am besten machen Sie es so:

  • Prüfen Sie, ob Ihr Haushaltsstrom bereits aus erneuerbaren Ressourcen stammt.
  • Stellen Sie nun als allererstes den Antrag beim KfW.
  • Dann suchen Sie sich in aller Ruhe eine Wallbox und einen Elektriker aus.
  • Dann reichen Sie die Rechnung/en ein und warten auf das Geld 🙂 Die Einreichung sollte aktuell bis August 2021 erfolgen.

Was Tesla besser macht als die europäischen Autohersteller

Ich kann nicht beurteilen, ob Tesla die besseren Autos baut und damit die vielleicht pfiffigere Technologie verwendet. Doch eines ist sicher: Tesla denkt bei einem Auto eher an einen Computer auf Rädern. Wohingegen gerade deutsche Autobauer einen Pkw als ein Fahrzeug mit einem Computer sehen. Der Unterschied ist fundamental und führt dazu, dass VW oder auch Audi nun anfangen, massiv IT-Experten zu rekrutieren, weil sie eben zu Tesla aufschließen wollen. Für Tesla ist es beispielsweise kein Problem Over-the-air Softwareupdates auf deren Fahrzeuge einzuspielen. Damit tun sich deutsche Autohersteller noch sehr schwer.

Aber dieser Vorsprung von Tesla in Sachen Software wäre noch zu verkraften, wenn da nicht noch ein weiterer sehr wichtiger Punkte wäre: Tesla hat ein hervorragende Supercharger-Infrastruktur.

(Screenshot von der https://www.tesla.com/de_DE/supercharger)

Bitte schauen Sie sich das Bild genau an: In Jettingen-Scheppach gibt es eine Station und dort sind 8 Supercharger vorhanden!!! Und damit eigentlich relativ wenige. An anderen Standorten sind es 10, 12 oder gar 14 und mehr Ladesäulen. Somit ist als Tesla-Fahrer faktisch immer eine vakante Ladesäule vorhanden.

Zweiter wichtiger Punkt: Die Kosten für das Laden eines Tesla liegen aktuell bei ca. 35 Cent je kWh. Das ist absolut in Ordnung.

Was halten wir – also die deutschen Autobauer – dagegen? Richtig: Ionity-Ladesäulen.

(Von der Webseite ionity.eu)

Auf den ersten Blick sieht das Ladenetz auch sehr gut aus. Auf den zweiten Blick sieht man jedoch, dass je Ladepunkt meistens nur 4 Charger zur Verfügung stehen.

Und: Das Laden kostet aktuell 79 Cent je kWh. Also mehr als doppelt soviel wie das Laden an einem Tesla-Supercharger. Und das obwohl die wichtigen Automobilhersteller Partner von Ionity sind.

(Von der Webseite ionity.eu)

Das verstehe wer mag!!!! Aber immerhin kann man sich bei BMW, Audi, Mercedes etc. mit einer Ladekarte und einem Vertrag ausstatten, um damit dann günstiger an den Ionity-Säulen laden zu können.

(Infos von BMW Charging)

In diesem Beispiel kostet es monatlich 13 Euro, um dann damit für 0,35 Euro je kWh an den Ionity-Säulen laden zu können.

Für mich als BMW i3-Fahrer hat das nicht wirklich eine Auswirkung, denn …

(Screenshots von going electric)

… zum einen kann der BMW i3 „nur“ mit 50 kW DC laden und zum zweiten gibt es fast immer an den Raststationen neben Ionity auch noch andere Lademöglichkeiten: Wie hier (Köschinger Forst an der A9 zwischen Nürnberg und München) beispielsweise der Verbund E-Wald. Dort kann ich den BMW mit 50 kW und ca. 38 Cent je kWh laden – ohne irgendeinen Vertrag.

Klar kann Ionity flotter laden, aber dazu braucht man auch das entsprechende Auto. So wird ein Audi e-tron in der Spitze mit 150 kW geladen. Aber da er mehr Strom verbraucht – ca. 25-30 kWh je 100 km, ist es am Ende wirklich egal, ob ein BMW i3 mit 50 kW oder ein Audi e-tron mit 150 kW geladen wird. Der e-tron ist nach ca. 30 Minuten von 0 auf 80% geladen und kann damit real im Sommer ca. 250 km auf der Autobahn weiter fahren.

Der BMW i3 kann bis 90% Akku mit einer Geschwindigkeit von 50 kW aufgeladen werden und kann damit ca. 250 km weit fahren, bevor er wieder an Strom will. Für diese Ladung braucht er ca. 38 Minuten und es kostet etwa 15 Euro. Die Kosten beim e-tron liegen bei ca. 56 Euro ohne einen Vertrag (79 Cent je kWh) und bei etwa 26 Euro mit einem Abonnement.

Fazit:

Tesla-Fahrer können ein sehr gutes Ladenetz nutzen und die Kosten sind mit ca. 35 Cent je kWh absolut in Ordnung. Wer beispielsweise ein deutsches Fabrikat mit großen Akku fährt, der wird bei den HPC-Ladern (High-Power-Chargern) kräftig zur Ader gelassen. Sollte ein e-tron mal keinen HPC erreichen können, sondern „nur“ einen 50 kW-DC-Lader, dann ist ratzfatz eine Pause von über 1-2 h einzuplanen. Das macht dann keinen Spaß. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist also von enormer Bedeutung, um den Vorsprung von Tesla zu egalisieren.

Warum ein BMW i3 schneller in Zagreb ist als ein Porsche Taycan

Der Porsche Taycan glänzt mit fulminanten High-Tech-Werten – ist ja auch klar, denn Porsche baut hochwertigste leistungsfähige Sportautos.

• über 400 PS

• von 0 auf 100 km/h in ca. 5 Sekunden

• maximale Geschwindigkeit bei 230 km/h

• Batteriekapazität von ca. 80 kWh

• DC-Laden mit über 200 kW

Also ein Wahnsinn auf 4 Rädern mit einem Elektroantrieb von einem deutschen Premium-Hersteller. Gefahren werden soll damit die Strecke von München nach Zagreb. Das sind ca. 550 km. Da der Taycan mit ca. 28 kWh/100 km angegeben ist, kommt er demgemäß knapp 300 km weit, bevor er an die Ladesäule muss. Dort angekommen tankt er mit gigantischen über 200 kW und ist so in weniger als 25 Minuten wieder voll und es kann damit weiter gehen. Ein Tankstopp und schwups ist man in Zagreb.

Soweit die Theorie. Hier die Praxis:

(Bericht bei Spiegel Online vom 5. April 2021)

Hier die Zusammenfassung:

• das Aufladen in München ist schon anstrengend, da es im Stadtgebiet kaum Schnellader gibt

• nicht an jedem Schnelllader geht es auch schnell – liefert das Ding „nur“ 100 kW, dann dauert das Laden schon ca. 1 h statt eben der 25 theoretischen Minuten

• es waren dann doch 2 Tankstopps notwendig

• die insgesamte Fahrzeit betrug mehr als 7 h

• nur in Deutschland kann man, wenn man Glück hat, auf der Autobahn sausen; in anderen Ländern gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen

Fazit Taycan:

Viel Geld für ein technisch ambitioniertes Fahrzeug, das auf der Langstrecke nicht wirklich gut aussieht.

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Wie verhielte es sich nun, wenn die Strecke mit einem BMW i3 (oder auch einem VW ID.3) gefahren werden würde:

• der Akku hat „nur“ 42 kWh

• das Auto hat knapp 200 PS

• es ist bei 150 km/h abgeriegelt

• von 0 auf 100 km/h braucht der i3 mehr als 7 Sekunden

• DC-Ladegeschwindigkeit von 50 kW

Also nominell ist das Fahrzeug eine Nummer kleiner – ganz grob – etwa die „Hälfte“ des Taycan. Das spiegelt sich zudem im Preis wieder – da liegt er etwa bei einem Drittel des Taycan.

Wie lange würde der BMW i3 von München bis Zagreb benötigen – inklusive Tankstopps:

(https://abetterrouteplanner.com)

Nach etwas mehr als 6 h wäre das Ziel erreicht. Damit ist der i3 etwa 1 h schneller als der Taycan. Wie kann das sein?

• außer in D kann der Taycan nicht flotter fahren als der i3

• da es nahezu überall 50 kW-Ladesäulen gibt, kann der i3 faktisch überall in ca. 30 Minuten wieder voll geladen werden; der Taycan „muss“ HPC-Säulen suchen – also High Power Charging-Säulen, die es immer noch eher selten gibt.

• der BMW i3 kann bis ca. 90% Akku mit voller Power von 50 kW geladen werden, der Taycan schafft nur in einem ganz geringen Bereich die volle DC-Ladegeschwindigkeit

(Ladekurve eines Porsche Taycan von Fastned ermittelt)

Fazit:

Der BMW i3 (oder auch ein VW ID.3) ist in der Gesamtbetrachtung gesehen die bessere Wahl. Ein Porsche Taycan kostet ca. 3mal soviel und bringt aber nicht 3mal so viele Vorteile mit sich.

80% aller täglichen Autofahrten sind weniger als 50 km

… und ca. 25% sind weniger als 2 km -> also die klassische Fahrt zum Bäcker um die Ecke.

Die Distanz – geringer als 2 km – ist sicher mit dem Fahrrad oder bisweilen zu Fuß schneller überwunden also mit dem Auto. Denn gibt es keinen direkt anzufahrenden oder freien Parkplatz, dann ist die Autofahrt am Ende zeitlich deutlich langsamer also die Fahrradroute, die mit einem Parken direkt am Geschäft punkten kann.

Vielleicht führen auch Sie ein Fahrtenbuch und können daraus ja ablesen, welche Distanzen Sie mit Ihrem PKW zurücklegen.

Warum erzähle ich das – na, ganz einfach, weil die Reichweite eines Elektroautos für die allermeisten von uns für den täglichen Einsatz mehr als ausreichend. Bleiben wir mal bei den 50 km je Tag: Wenn Sie z. B. einen Renault Zoe sich anschauen, dann sehen Sie, dass der 52 kWh Akku für gut 300 km reicht. Also müssten Sie maximal einmal je Woche tanken. Und das wohl während der Nacht an der eigenen Wallbox in der Garage oder einem öffentlichen AC – oder DC-Lader in der Umgebung.

(Auszug von der Webseite des ADAC zum Renault Zoe 2020)

Wie Sie anhand der Tabelle sehen, gibt es verschiedene Ausstattungen, die so um die 30.000 Euro liegen. Wenn Sie dann noch die 9000 Euro Förderung abziehen, dann landen Sie bei etwas über 20.000 Euro für ein modernes, leises und alltagstaugliches Elektroauto.

Fazit:

Quasi jedes Elektroauto reicht für die allerallermeisten täglichen Fahrten aller Menschen in Deutschland. Und da viele Autohersteller sich nun ebenfalls zum E-Auto bekennen, sollten Sie Ihren Verbrenner so rasch wie möglich verkaufen, denn schon bald will dieses Fahrzeug keiner mehr haben ….

Das Elektroauto unterwegs laden – ganz einfach mit dem ADAC

Nein – ich bin kein Mitglied beim ADAC – sondern beim ADFC. Aber das nur nebenbei. Warum nun erwähne ich den ADAC? Aus zwei Gründen:

  1. Viele sind Mitglied beim ADAC und
  2. der ADAC hat tolle Preise für das Stromtanken unterwegs.

Wie funktioniert das? Als ADAC-Mitglied steuern Sie einfach die entsprechende Internetseite an und holen sich den Zugangscode. Dann noch die App geladen und schon kann es losgehen. Alternativ können Sie zudem sich eine RFID-Karte besorgen.

Der Tarif ist klasse: 29 Cent fürs Laden an AC-Säulen und 39 Cent an DC-Säulen.

(Preistabelle des ADAC fürs Stromtanken)

Alle weiteren Fragen finden Sie hier beantwortet:

https://www.adac.de/services/e-angebote/adac-e-charge/

Ach ja: Der ADAC-Zugang ist an ca. 90 % aller Ladesäulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz möglich. Damit sollte Ihnen also unterwegs geholfen sein.

BMW I3 -> LUXUS PUR #7 – Nachhaltigkeit

„Der BMW i3 kann dank seiner Bauweise mit nur Wasser- und Windenergie und all seinen natürlichen und recycelten Materialien, einschließlich alter Fischernetze für die Fußmatten und Sitzpolsterung aus recyceltem Kunststoff, als das langlebigste Auto der Welt angesehen werden. Eine Strategie, die BMW in der nächsten Generation von Elektromodellen fortsetzt. Im vergangenen Jahr wurde BMW im Dow Jones Sustainability Index erneut zum nachhaltigsten Automobilhersteller der Welt gekürt.“ (via LinkedIn von BMW Nederland)

Der ökologische Fußabdruck eines  Elektroautos muß so gering wie möglich sein, damit das Produkt bei der Entstehung und Verwendung so wenig Ressourcen wie nötig verbraucht. Deshalb wird das Fahrzeug aus recycelten Materialien hergestellt. Die im BMW i3 verwendeten Carbonmaterialien werden mit Wasserkraft (100 %) hergestellt und das Werk in Leipzig, das den i3 zusammenbaut, wird mit 100% Windenergie betrieben.

Weiterhin ist der BMW i3 zu über 95 % recyclebar. Die Batteriemodule können als Solarspeicher verwendet werden und andere Materialien werden dem Produktionsprozess wieder zugeführt.

Achten Sie also beim Kauf eine Elektroautos nicht nur darauf, dass das Fahrzeug möglichst wenig Energie fürs Fahren benötigt, sondern dass die Herstellung nachhaltig erfolgt ist.

Bei BMW gibt man gerne Auskunft über die Nachhaltigkeit im Rahmen in der Fertigung:

Die Mutter aller Fragen: Passt ein Elektroauto eigentlich zu mir?

Und – damit Sie nicht so viel lesen müssen – hier gleich die Antwort: Ja, wenn Sie täglich unter 200 km fahren!

Wenn Sie zu dieser Zielgruppe gehören, dann können Sie beruhigt auf ein Elektroauto umsteigen. Nahezu alle Modelle haben die Reichweite von 200 km mit einer „Tankfüllung“ ohne dabei laden zu müssen. Sollten Sie das Glück haben, z. B. am Arbeitsplatz laden zu können (mit 11 kW), dann können es sogar bis zu 400 km täglich sein.

Aber Hand aufs Herz: 400 km täglich ist schon ne Menge Holz.

Bleiben wir bei den 200 Kilometern ohne Nachladen. Das reicht also für:

  • die Strecke zur Arbeit und zurück
  • Zum Einkaufen in die nächstgelegene Stadt
  • Zum Kinder chauffieren
  • für die Fahrt in den Supermarkt und das gleich mehrfach, weil man oft ja Dinge vergisst …

Wenn Sie auch solche Dinge mit Ihrem Fahrzeug unternehmen, dann ist für Sie ein Elektroauto bestens geeignet. Und – Sie sparen jede Menge Geld.

Darüber hinaus ist ein E-Auto leise, umweltfreundlich und weil es keinen Verbrennungsmotor mehr hat, meist unfaßbar geräumig. Das trifft sowohl auf die Fahrerkabine als auch den Kofferraum zu. Sie sollten mal ein Elektroauto Probe fahren – ich verspreche Ihnen, Sie werden staunen.

Oh – eine extrem wichtige Zielgruppe habe ich tatsächlich noch vergessen:

  • Alle, die eine Photovoltaik-Anlage besitzen können den Strom so umgehend zum Tanken verwenden. Billiger und ökologischer geht es schlichtweg nicht!!!

„Wenn ich doch mal eine größere Distanz fahren will?“ werden Sie nun einwerfen. Logisch – klappt auch. Dann müssen Sie eben unterwegs laden. Am besten an einem schnellen DC-Lader. Wenn Sie beispielsweise von München nach Hamburg fahren wollen, dann sind das knapp 800 km.

Und angenommen Sie besitzen einen VW ID.3, der eine ungefähre Reichweite von über 300 km hat (58 kWh Batterie). Dann werden Sie zwei Ladestopps haben. Beide mit ca. 30 Minuten. Das reicht fürs kleine Geschäft und nen Kaffee und schon kann es weiter gehen. Ganz ehrlich: Auch mit nem Verbrenner werden Sie Pausen einlegen und vielleicht sogar tanken müssen.

Fazit:

Probieren Sie die Zukunft der Mobilität einfach mal selbst aus und testen ein Elektroauto.

„Welche vollektrischen Fahrzeuge gibt es denn bereits?“ Eine aktuelle Liste finden Sie hier:

Wenn es schnell gehen soll, dann muss ein DC-Lader her

Wer nur wenig Zeit hat und auf größerer Reise unterwegs ist, der will natürlich beim Stromtanken so wenig wie möglich Zeit verlieren. Statt einem AC-Lader muss nun ein DC-Lader her.

Ladedauer für 50 kWhZeit
– Schukosteckdose mit ca. 3kW (230 V AC)16 h 40 min
– AC-Wallbox mit 11 kW4 h 33 min
– AC-Ladesäule mit 22 kW2 h 16 min
– DC-Lader mit 50 kW1h
– DC-Schnellader mit 100 kW30 min
– DC-Schnellader mit 150 kW20 min
– DC-Schnellader mit 270 kW11 min

Klare Sache – mit Gleichstrom (DC) geht es deutlich flotter voran. Und wenn Sie die Tabelle aufmerksam studiert haben, sehen Sie ganz unten die 270 kW. Welches Fahrzeug kann denn schon so schnell laden? Aktuell wäre das der Porsche Taycan und in Bälde gibt es den Hyundai Ioniq 5 der ähnlich flott laden können soll.

„Normale“ Fahrzeuge laden im Schnitt mit 11 kW AC und 100 kW DC. Damit ist DC-Laden für diesen Fahrzeugtyp ca. gut 8mal schneller als an der AC-Wallbox in der vielleicht eigenen Garage oder öffentlichen Ladesäule. Ach so – die meisten öffentlichen Ladepunkte bieten 22 kW an.

(Grafik von der Webseite: https://insideevs.de/news/494839/vw-id3-ladekurve-analyse-schnellladen/)

Im Bild sieht man zudem die Ladekurve des VW ID.3. Dabei ist sehr schön zu erkennen, dass die oben in der Tabelle angegebenen Ladezeiten leider nur theoretisch gelten. Die versprochenen 100 kW Ladeperformance kann der Volkswagen nur bis gut 30% Akkufüllung anbieten.

Besser macht das der BMW i3:

(Quelle: Fastned)

Er kann zwar „nur“ mit 50 kW DC laden, aber das faktisch permanent. Meine Messungen zeigen sogar, dass er das über 90% Akkufüllung schafft, bevor er abfällt.

So kann es also sein, dass der nominell schwächer ladende BMW i3 den VW ID.3 beim Laden schlägt. Und noch etwas kommt hinzu: Denn vor allem im städtischen Bereich gibt es nicht soviele DC-Ladesäulen mit 100 kW Leistung und mehr.

(Foto von http://www.goingelectric.de)

Sie sehen hier im Großraum München Ladesäulen mit 100 kW Leistung und mehr.

(Foto von http://www.goingelectric.de)

Und hier sind nun die Säulen mit 50 kW eingeblendet. Wie einfach zu ersehen ist, findet man deutlich schneller Ladesäulen mit dieser Geschwindigkeit. Ist man auf den Autobahnen und Schnellstraßen unterwegs, sind hingegen hauptsächlich Lader mit mehr als 100 kW anzutreffen.

(Foto von http://www.goingelectric.de)

Auf diesem Bild sieht man sehr schön wie entlang der Autobahnen in regelmässigen Abständen Schnelllader zu finden sind. Alle blauen und roten Icons bieten das Laden mit über 100 kW an.

Fazit:

In Städten findet man hauptsächlich AC-Lader und das ist ok, denn meistens hat man in der Stadt eh etwas zu tun (arbeiten, shoppen, Termine, etc.) und dabei kann das Auto in aller Ruhe laden. Wenn es schnell gehen muss, dann ist auf den Autobahnen faktisch überall eine DC-Säule angebracht.

Mit einem Strom-Auto unterwegs nutzt man am besten eine App …

… denn damit kann man Ladesäulen entdecken und oftmals in und mit der App den Ladevorgang sogleich bezahlen.

Und faktisch alle Apps verfügen über eine Filterfunktion, so dass man nur bestimmte Ladesäulentypen darstellen lassen kann. Wenn Sie beispielsweise in den Urlaub fahren wollen und die Distanz die Reichweite Ihres E-Autos übersteigt, dann hätten Sie gerne an DC-Säulen schnell und effizient geladen, um rasch wieder weiter fahren zu können.

Und sehr viele Apps bringen eine Darstellung mit, wie Sie besetzte von vakanten Ladesäulen unterscheiden können.

Anbei meine drei Favoriten-Apps:

  1. PlugShare:

Für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.xatori.Plugshare&hl=en&gl=US

Für iPhone und iPad: https://apps.apple.com/us/app/plugshare/id421788217

AC-Ladesäulen sind grün, DC und Schnelllader orange dargestellt. Routen können eingetragen werden und die App zeigt die Tankstellen auf dem Weg an und konzentriert sich hierbei auf DC-Lader (mittleres Bild). Wie es an der jeweiligen Ladesäule aussieht, kann man am rechten Foto erkennen. Dazu tippt man die Säule seiner Wahl an und bekommt die Visitenkarte zu sehen.

2. Moovility:

Download: https://www.moovility.me/app/

Optisch sehr gelungene App mit ebenfalls vielen Details über den ausgewählten Ladepunkt (ganz rechts). Besonders interessant ist der Bereich „Hinweise“. Dort sehen Sie nämlich, wie Sie an der Säule bezahlen können. In der Mitte sehen Sie die Filterfunktion, die ebenfalls einfach in der Bedienung ist.

3. BMW Charging:

Für Android: https://play.google.com/store/apps/details?d=com.digitalchargingsolutions.chargenow.bmw&hl=de&gl=US

Für iPhone und iPad: https://apps.apple.com/de/app/bmw-charging/id1031680597

Keine Sorge – Sie brauchen sich dazu keinen BMW zu kaufen – die App können Sie auch so nutzen. Mir gefällt an der App die klare Darstellung, welche Ports an welchen Ladesäulen derzeit noch frei sind (ganz rechts).

FAZIT:

Alle vorgestellten Apps sind GRATIS. Deshalb nutze ich alle drei, denn nicht in jeder App sind alle Ladesäulen drin.

Wie zapft man denn unterwegs Strom für sein E-Auto

Kabel reinstecken und los gehts …

Soweit die Theorie – aber wie ist es in der Praxis?

a) Man kommt an eine Haushaltssteckdose mit 230V Wechselspannung (AC) und kann mit dem passenden Kabel laden. Das dauert meist gefühlt ewig, da nur ca. 3 kW Leistung entnommen werden können und so nach Adam Riese je Stunde nur ca. 3kWh ins Auto gelangen. Nach unendlich vielen Stunden ist dann das Auto voll und man kann weiter fahren. Die Lösung ist akzeptabel, wenn man übernacht bleibt und so der Stromer Zeit hat, sich zu laden. Das kann z. B. am Urlaubsort das Hotel der Wahl sein, am Zweitwohnsitz oder bei den Kindern oder Enkelkindern bzw. Eltern oder Großeltern.

b) Wenn es dringend wird, dann ist das Laden im Irgendwo notwendig. Wie man Ladesäulen findet, können Sie hier nachlesen. Doch darüber hinaus muss bezahlt werden. Die Preise sind von Anbieter zu Anbieter verschieden und hängen ebenfalls von der Ladegeschwindigkeit ab. Das schnellere Gleichstromladen (DC) mit 50-270 kW kostet meistens deutlich mehr als das Wechselstromladen (AC) mit 7-22 kW. Die Preise sind entweder im Display der Ladesäule zu sehen oder in einer App, die man zum Laden verwenden kann.

Wie bezahlt man denn die Gebühren? Hier gibt es wiederum drei Möglichkeiten:

  1. Man wählt eine Bezahlmethode aus – wie z. B. PayPal, Kreditkarte, etc. Dafür müssen Sie die entsprechenden Daten zur Hand haben und sobald die Bezahlmethode verifiziert ist, fließt der Strom. Vorteil ist, dass das ohne irgendwelche Verträge funktioniert, dafür aber irgendwie umständlich ist.
  2. RFID-Karte: Diese Zugangskarten im ec-Kartenformat kann man bei Dienstleistern erwerben und je nach Anbieter entweder nur an dessen Ladesäulen oder an Roaming-Zapfsäulen nutzen. Hängt eben vom Vertrag ab. Oft erhält man die RFID-Karten kostenfrei und hinterlegt beim Anbieter zentral eine Zahlmethode. Dort werden dann alle Ladevorgänge dokumentiert und abgerechnet.
Ladevorgänge mit meiner Ladekarte der Stadtwerke München (SWM)
Wir nutzen zwei Karten: SWM und die BMW Charging

Durch diese Kombination können wir in München günstiger tanken und an den Münchner Stadtwerkeladesäulen bis zu 4 h parken. Die BMW-RFID-Karte glänzt mit einer Fülle von Roaming-Säulen im In- und Ausland.

BMW Charging – > Stromtankstellennetz inkl. der Partnertankstellen

Sie sehen also beispielsweise ca. 42.000 Stromtankstellen in Deutschland, die Sie nutzen können. Auch der Italien-Urlaub ist gesichert mit über 12.000 Tanksäulen. Wie kann ich diese Tankmöglichkeiten nun finden? Richtig – damit…

3. Alternativ zur RFID-Karte können Sie ebenfalls mit einer App bezahlen. Im Falle von BMW Charging gibt es die gleichnamige App fürs Smartphone.

https://apps.apple.com/de/app/bmw-charging/id1031680597 bzw. https://play.google.com/store/apps/details?id=com.digitalchargingsolutions.chargenow.bmw&hl=de&gl=US für Android-Geräte

Dort tragen Sie Ihre Vertragsdaten ein und fertig. Wenn Sie nun an eine Ladesäule kommen, dann zücken Sie Ihr Smartphone und scannen den Code an der Säule ein.

Tippen Sie ganz unten auf „Scannen“, wenn Sie an der Ladesäule sind. Im Foto sehen Sie die Fülle von Lademöglichkeiten in München. Grüne Icons zeigen vakante Säulen an, rote hingegen besetzte Säulen. Die schwarzen müsste man noch näher hinzoomen, um zu erkennen, ob diese grün oder rot sind.
So sieht der Code auf der Säule aus, den man einscannt.

Ist der Scanvorgang abgeschlossen, fließt der kostbare Saft über das Kabel in Ihren Stromer.

Fazit:

Für Geld bekommt man alles – auch Strom, wenn man unterwegs ist. Eine RFID-Karte ist cool, aber eigentlich überflüssig, da man alles mit dem iPhone oder Android-Gerät machen kann.

Welchen Dienstleister soll man nun wählen? Uff – einfache Frage mit vielen Optionen.

Hier beispielsweise bekommen Sie gute Anbieter für das Laden unterwegs mit Ihrem Stromer:

https://www.mobilityhouse.com/de_de/ratgeber/elektroauto-oeffentlich-laden-welcher-ladetarif-ist-der-richtige-fuer-mich

https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/anbieter/