Das Ende des Verbrenners ist nah …

.. und schon deshalb macht es Sinn, ein Auto für die Zukunft zu erwerben.

Wie komme ich denn darauf, dass es mit dem Verbrenner vorbei sein könnte? Kein geringerer als der aktuelle Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat dies vor wenigen Tagen öffentlich postuliert:

„Unser Ziel muss das Auslaufen des fossilen Verbrenners bis 2035 sein“, sagte der CSU-Politiker der „Welt am Sonntag“.

(https://www.tagesschau.de/wirtschaft/scheuer-verbrenner-auslaufen-101.html)

Wenn Sie jetzt sagen – na – der Scheuer Andreas, der hat schon viele Dinge erzählt, die dann gar nicht real wurden, dann muss ich Ihnen zustimmen.

ABER: Ganz ehrlich, ich glaube, dieser Wandel wird noch deutlicher schneller stattfinden, denn namhafte PKW-Hersteller haben bereits das Ende des Verbrenners beschlossen:

• Jaguar wird ab 2025 nur noch Elektroautos bauen

• GM will ebenfalls ab 2035 keine Verbrenner mehr herstellen

• ab 2035 dürfen in Kalifornien keine Diesel- oder Benzinautos mehr zugelassen werden

• Gleiches in Japan – die drittgrößte Autonation der Welt hat ein Verbrennerverbot ab 2035

• in Paris dürfen ab 2030 keine Verbrenner mehr fahren

• In Norwegen ist schon jetzt jeder zweite Neuwagen ein Elektroauto

• Hans Lawitzke – ein ausgewiesener Kenner des Automarktes sagt: „Was ist Ihre Prognose für das Jahr 2030? Gibt es dann noch Verbrennerautos? Bestimmt wird es sie dann noch geben – aber zumindest in Europa und China nur noch als Randerscheinung.“ (https://taz.de/Autoexperte-ueber-Ende-der-Verbrenner/!5745341/)

• Volvo wird ab 2030 vollständig elektrisch

• Ford wird ebenfalls ab 2030 komplett elektrisch unterwegs sein

• Audi wird ab 2035 keine Verbrenner mehr bauen

• bei Mercedes könnte das Aus für den Verbrenner bereits kurz nach 2030 erfolgen, was aktuell noch geprüft wird.

„Und was ist mit Hybridfahrzeugen?“ werden Sie sich nun vielleicht fragen? Experte Lawitzke sagt dazu:

„Ich glaube, dass die Hybridautos ein sehr kurzes Intermezzo bleiben werden. Denn sie haben das Problem, dass sie beide Technologien an Bord haben, sie sind Verbrenner und Elektrofahrzeug. Der technische Mehraufwand macht das Auto unnötig kompliziert und anfällig für zusätzliche Wartung, Fehler und Defekte. Der Materialaufwand wird in die Höhe getrieben und das Fahrzeug schwer. Das macht ökonomisch keinen Sinn.“ (https://taz.de/Autoexperte-ueber-Ende-der-Verbrenner/!5745341/)

Elektroauto günstig kaufen oder finanzieren

Gerade für Unternehmen oder Selbstständige kann die Finanzierung oder das Leasing gegenüber dem Kauf deutlich attraktiver sein. Und beim Kauf kann man bei Gebrauchten oftmals ein richtiges Schnäppchen machen

Ich möchte Sie deshalb auf zwei interessante Anbieter hinweisen:

  1. Nextmove.de:

Bei Nextmove kann man Elektrofahrzeuge nicht nur für mehrere Tage oder Wochen ausprobieren – nein – auch ein Kauf von gebrauchten Fahrzeugen ist hier möglich.

(https://nextmove.de/fahrzeug-verkauf/)

Selbstverständlich können Sie zudem Plattformen wie https://www.mobile.de, https://www.autoscout24.de oder https://www.auto.de nutzen.

2. Insta-Drive:

Mit nur wenigen Klicks hat man sein Traum-Elektroauto ausgewählt, konfiguriert und den Liefertermin definiert.

Die Monatsraten beinhalten zudem die Vollkasko- und Wartungskosten während der Laufzeit. Gerne unterbreiten Ihnen sicherlich die Autohändler ebenfalls entsprechende Angebote. Über Insta-Drive können Sie in jedem Fall sehr zügig schon mal einen Daumenwert kalkulieren lassen.

Warum nicht – ein Elektroauto mal ausprobieren

Wer aktuell noch einen Verbrenner fährt, aber schon ein Auge auf die Elektromobilität geworfen hat, sich aber noch nicht recht traut, dem rate ich, es einfach mal leihweise auszuprobieren. Denn das Fahren mit einem E-Motor ist unbeschreiblicher Luxus:

• extrem schneller Antritt: viele Fahrzeuge beschleunigen auf 100 km/h in weniger als 10, manche in 7 Sekunden und darunter

• Überholen auf der Landstraße: Gas geben und schwups ist man vorbei; selbst die Beschleunigung von 80 auf 120 km /h lässt nahezu alle Verbrenner extrem alt aussehen

• diese Ruhe im Innern das Autos: das muss man selbst mal ausprobieren …

• das Raumgefühl: weil das Elektroauto keinen „Motor“ unter der Motorhaube im eigentlichen Sinn hat, eine Gangschaltung nicht existiert hat man in der Fahrzeugkabine „unendlich“ viel Platz. In einem BMW i3 fühlt man sich in der Fahrgastzelle eher so, als säße man in einem BMW 5er. Bei anderen Elektroautos ist das nicht anders.

• kleine Wendekreise: viele E-Autos haben einen Wendekreis von ca. 10 m und darunter; damit ist man vor allem im städtischen Verkehr sehr flink und agil unterwegs.

• Abstandstempomat und Selbst-fahrende-Funktionen: bei vielen Elektroautos sind diese Funktionen selbstverständlich; so werden Autobahnfahrten zu einem entspannten Vergnügen.

Es gäbe noch viele weitere Argumente – aber besser ists, es einfach mal selbst zu testen:

(Elektro-Autos mieten bei z. B. https://nextmove.de)

Und gerne bietet Ihnen auch ein Autohändler einen Probefahrtermin an. Ich bin schon neugierig, was Sie nach einem Test sagen werden …

Unglaublich aber wahr: kostenloses Tanken mit dem Elektroauto

Ich will Sie nicht veräppeln – das gibt es wirklich und ohne Haken und Ösen. Sie können mit Ihrem E-Auto an vielen Ladestationen absolut kostenfrei „tanken“. Besonders bekannt sind hier die Ladesäulen von Aldi. Aber auch Kommunen bauen E-Ladestationen und bieten das Laden für 0 Cent an. Meistens kann man obendrein noch gratis parken. Wahnsinn – oder?

(Hier sehen Sie im Großraum München kostenlose Ladestationen – https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/)

Jetzt bleibt noch die überaus wichtige Frage: Wie findet man eigentlich diese Ladestationen-Perlen? Nun – übers Internet bzw. einer E-Säulen-App auf Ihrem Smartphone.

Auf der Seite von https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ kann man einen Filter aktivieren, um sich diese Ladestationen anzeigen zu lassen. Genauso funktioniert es in sehr vielen Apps.

So macht das Fahren eines E-Autos richtig Freude: Während man z. B. einkauft oder eine Stadt besichtigt, wird das Auto im Handumdrehen und gratis wieder aufgeladen. Die allermeisten Ladesäulen bieten AC-Ladung mit bis zu 22 kW an, es gibt aber auch DC-Ladesäulen, die umsonst genutzt werden können. Und: Es werden täglich mehr.

Welche und wieviele Ladekabel benötige ich eigentlich für mein Elektroauto?

Im Normalfall reichen exakt 2 Kabel aus. Diese sind bei vielen Fahrzeugherstellern deshalb auch im Lieferumfang enthalten. Wie Sie ja wissen, können Sie Ihr Elektroauto via AC (Wechselstrom) und deutlich schneller mit DC (Gleichstrom) laden.

Fangen wir bei DC an: DC-Ladesäulen haben das Kabel stets fest verbaut. Sie müssen an der Ladesäule lediglich via RFID-Karte oder App sich den Zugang freischalten, dann das Kabel ins Fahrzeug stecken und schon geht es los.

Die Bilder stammen von der Webseite von wikipedia.org. Das CCS-Ladekabel wird in die Ladebuchse am Fahrzeug gesteckt. Der Gleichstrom fließt übrigens über die unteren beiden dicken Adapter.

Wenn Sie via AC laden wollen, dann kann das

a) an einer Haushaltssteckdose oder

b) an einer Wallbox erfolgen. Diese kann die eigene oder eine öffentliche Ladestation sein.

Dazu sind zwei verschieden Kabel notwendig, die wohl bereits in Ihrem Elektroauto auf den Einsatz warten. Zunächst einmal das Kabel für den Anschluß an eine 230 V-Steckdose.

Damit geht das Laden mit ca. 3 kW – also relativ langsam.

Flotter geht es mit dem Typ 2-Ladekabel. Hier sind bis zu 22 kW möglich, sofern die Wallbox das leisten kann und Ihr E-Auto das aufnehmen kann.

Mit diesen beiden Kabel können Sie faktisch immer und überall aufladen.

Sollten Sie viel und oft im Ausland unterwegs sein, dann könnte es Sinn machen, ein zusätzliches Ladekabel inklusive aller möglichen und unmöglichen Adapter sich zu besorgen. Das wohl bekannteste Produkt nennt sich „Juice Booster“.

(Foto stammt von der Webseite von www.mobilityhouse.com/de)

Achten Sie hierbei darauf, die richtige Option auszuwählen. Ich denke, dass Sie mit der Europe Traveller Variante sehr gut aufgestellt sein werden. Sobald der Juice Booster in Ihrem E-Auto vorhanden ist, können Sie die beiden anderen Kabel (für die Haushaltssteckdose und Typ 2) aus dem Fahrzeug nehmen. Denn der Juice Booster ersetzt diese Kabel.

Welches Elektroauto soll ich mir denn nun kaufen?

Das ist in der Tat eine gute Frage. Bekanntlich sind die Geschmäcker ja verschieden und deshalb gibt es ja bereits eine Fülle von Modellen, aus denen mal auswählen kann.

Die Fotos zeigen den BMW i3 und den VW ID.3 direkt nebeneinander an der Ladesäule. Man kann sehen, dass die beiden Fahrzeuge sich nur marginal voneinander unterscheiden. Welches Auto für Sie geeignet ist, hängt neben der Optik zusätzlich von den inneren Werten ab. Da gibt es schon einige signifikanten Unterschiede.

Deshalb habe ich mal einige Fahrzeuge der selben Preisklasse miteinander verglichen, damit Sie sich einen raschen Überblick verschaffen können.

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Fahrzeuge mit einem Netto-Listenpreis unter 40.000 Euro

Diese Elektroautos werden aktuell mit 9.000 Euro bezuschusst. Also Sie können vom Kaufpreis der Fahrzeuge diesen Betrag einfach abziehen. Weitere Informationen zu den Förderungen für E-Autos finden Sie hier.

Ich habe mal 5 Fahrzeuge miteinander verglichen:

ModellHyundai KonaBMW i3Renault Zoe VW ID.3Opel Corsa-e
Bruttopreis42.000 Euro39.000 Euro25.000 Euro41.000 Euro30.000 Euro
Förderung – 9.000 Euro– 9.000 Euro– 9.000 Euro– 9.000 Euro– 9.000 Euro
Kundenpreis33.000 Euro30.000 Euro16.000 Euro32.000 Euro21.000 Euro
Akkukapazität64 kWh42 kWh52 kWh58 kWh50 kWh
Verbrauch nach
WLTP auf 100 km
14,7 kWh15,3 kWh17,2 kWh15,5 kWh16,5 kWh
Leergewicht1760 kg1345 kg1577 kg1805 kg1530 kg
Länge4,21 m4,01 m4,09 m4,26 m4,06 m
Breite1,80 m1,78 m1,79 m1,81 m1,77 m
Leistung 204 PS170 PS108 PS145 PS136 PS
Kofferraum332 l260 l338 l385 l267 l
Kofferraum Rücksitz-
bank umgeklappt
1114 l1100 l1225 l1267 l1042 l
DC-Ladegeschwindigkeit100 kW50 kW50 kW100 kW100 kW
AC-Ladegeschwindigkeit11 kW11 kW22 kW11 kW7,4 kW
Höchstgeschwindigkeit167 km/h150 km/h135 km/h160 km/h150 km/h
(Den vollständigen Vergleich mit allen Details können Sie hier erzeugen und einsehen.)

Natürlich können Sie die jeweiligen Elektroautos noch Ihren Wünschen entsprechend gestalten und kommen damit sicherlich zu anderen Kundenpreise. Aber für eine erste Orientierung finden Sie in der Tabelle schon mal die wichtigsten Werte.

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Fahrzeuge mit einem Netto-Listenpreis von ca. 80.000 Euro

Für diese Fahrzeuge können Sie noch mit einem Zuschuß von bis zu 7.500 Euro rechnen. Bei den hochpreisigen Modellen hängt der Preis sehr von der Ausstattungsvariante ab. Die Bruttopreise sind damit eher ca.-Preise. Ich mir nun einfach einige Modelle der etwa gleichen Preislage herausgesucht.

ModellAudi e-tronMercedes EQCJaguar i-PaceBMW iX 3Tesla Model S
Bruttopreis81.000 Euro71.000 Euro77.000 Euro66.000 Euro81.000 Euro
Akkukapazität95 kWh85kWh90 kWh80 kWh100 kWh
Verbrauch nach
WLTP auf 100 km
23,0 kWh22,3 kWh22,0 kWh18,6 kWh19,5 kWh
Leergewicht2565 kg2495 kg2208 kg2260 kg2223 kg
Länge4,90 m4,76 m4,68 m4,73 m4,97 m
Breite1,94 m1,88 m2,01 m1,89 m1,96 m
Leistung408 PS408 PS400 PS286 PS428 PS
Kofferraum660 l500 l638 l510 l745 l
Kofferraum Rücksitz-
bank umgeklappt
1725 l1460 l1453 l1560 l1645 l
DC-Ladegeschwindigkeit150 kW110 kW3,7 kW150 kW120 kW
AC-Ladegeschwindigkeit11 kW11 kW100 kW11 kW16,5 kW
Höchstgeschwindigkeit200 km/h180 km/h200 km/h180 km/h225 km/h
Anhängerkupplung möglichneinjaneinjanein
(Den vollständigen Vergleich mit allen Details können Sie hier erzeugen und einsehen.)

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Tja – wer die Wahl hat, der hat eben die Qual. Oder man kann es auch so sehen: Prima, dass es eine so breite Auswahl an Fahrzeugen bereits gibt. Und es kommen fast stündlich neue Modelle hinzu wie der VW ID.4, der Audi Q4 e-tron, der Hyundai Ioniq 5, der BMW iX und viele andere mehr.

Laden Sie ihr Elektroauto bequem in der Garage mit einer Wallbox

Wer eine Steckdose in der Garage hat, der kann damit sein E-Auto aufladen. So einfach ist das. Allerdings kommen aus der Haushaltsstecksdose „nur“ etwa 3kW raus. Wenn ihr Elektroauto beispielsweise über einen 42 kWh-Akku verfügt, dann ist dieser nach ca. 13-14h voll geladen. Wenn Sie also abends von der Arbeit nach Hause kommen, ist das Auto morgens also wieder prallvoll. ABER: Wahrscheinlich ist der Akku des E-Autos gar nicht komplett leer. Angenommen, es fehlen lediglich 26 kWh, dann ist das Auto in etwa 9 h wieder vollends aufgeladen.

Besitzen Sie hingegen ein Elektroauto mit einem richtig großen fetten Akku von sagen wir mal 80 kWh, dann wird es mit dem Aufladen über Nacht möglicherweise etwas knapp. Es hängt aber eben auch wieder damit zusammen, wie „leer“ der Akku bzw. das Auto zu Hause ankommen. Wenn ihr Fahrzeug einen Verbrauch von 25 kWh je 100 km hat und Sie täglich 120 km in die Arbeit pendeln, dann müssen somit nur etwa 30 kWh nachgeladen werden. Das schafft die Steckdose in ungefähr 10 h. Sollte also kein Problem sein.

Deutlich schneller geht das Laden mit 11 kW und einer Wallbox.

(… und der Einbau eines heimischen Ladepunktes wird aktuell von der KfW bezuschusst)

Mit 900 Euro je Ladepunkt sind Sie also dabei. Da eine Wallbox mit einer Ladeleistung von 11 kW ca. 900 Euro kostet, schenkt Ihnen also der Staat (genauer der Minister Andreas Scheuer) eine Wallbox. Damit lädt man ca. 4mal schneller als mit der Steckdose. Der Akku mit einer Kapazität von 42 kWh eines Elektroautos ist damit in 4 h wieder komplett voll. In 8 h können Sie also bis knapp 90 kWh laden und so auch große E-Fahrzeuge wieder flott bekommen.

Achtung: Es werden nur bestimmte Ladestationen gefördert. Die Liste der Modelle, die förderfähig sind, können ebenfalls auf der KfW-Seite abgerufen werden. Dort erhalten Sie eine ellenlange Liste mit allen möglichen Modellen.

Achtung:

Wichtig für die Förderung: Der Strom fürs Auf­laden muss ausschließlich aus erneuer­baren Energien stammen, etwa vom Energie­versorger mit Öko­strom-Tarif oder von der eigenen Photo­voltaik-Anlage.“ (Zitat von der Webseite der KfW)

Prüfen Sie also, ob Sie Ihren Strom von einem Anbieter erhalten, der ausschließlich nachhaltigen Strom liefert und lassen Sie sich das bitte unbedingt schriftlich bestätigen!!!! Sollte Ihr Anbieter das nicht anbieten können, dann wechseln Sie eben den Stromlieferanten.

Die Abrechnung erfolgt zu den Konditionen, wie Sie auch den „normalen“ Strom in Ihrem Haushalt abrechnen. Bei vielen Haushalten dürften das so um die 30 Cent je kWh sein.

Pfiffig ist es zudem, den eigenen Strom zu nutzen – also beispielsweise den eigenen Solarstrom. Übrigens werden zudem neue PV-Anlagen (Photovoltaik-Anlagen) ebenfalls gefördert – wiederum von der KfW!!! Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Nochmals zurück zur Wallbox: Nachdem ich selbst im Januar 2021 eine in die Garage einbauen ließ, hier noch einige Tipps:

• Nehmen Sie eine Wallbox die aktuell förderfähig ist und mit 11 kW Ihr Auto betankt, aber am besten durch Software auf 22 kW umgestellt werden kann, um so für die Zukunft gerüstet zu sein.

• Die Wallbox sollte per App einzurichten sein.

• Gut ist es zudem, wenn man die Ladedaten wiederum über eine App ablesen kann. Dazu muss die Wallbox Bluetooth, WLAN oder eine SIM-Karte haben, um mit dem Smartphone kommunizieren zu können.

• Ich finde es prima, wenn man für die Wallbox zusätzlich eine RFID-Karte nutzen kann, damit nicht jeder beliebige die Wallbox zum Laden verwenden kann. Das ist wichtig, wenn die Wallbox nicht in der Garage, sondern beispielsweise in der Hauseinfahrt oder wo auch immer steht und so potenziell für jedermann zugänglich ist. Alternativ zur RFID-Karte kann wiederum für die Autorisierung an der Wallbox ein Smartphone inklusive einer App zum Einsatz kommen.

Ich habe mich also auch tagelang mit den verschiedenen Modellen auseinander gesetzt und meine Wahl fiel dann auf diese Box, die alle genannten Kriterien erfüllt:

(https://www.mobilityhouse.com/de_de/evbox-elvi-wallbox-22kw-wlan-mid-bluetooth.html)

Die 900 Euro haben ich ebenfalls schon ausbezahlt bekommen – musste aber nach dem Einreichen der Rechnung noch über 2 Monate darauf warten.

Am besten machen Sie es so:

  • Prüfen Sie, ob Ihr Haushaltsstrom bereits aus erneuerbaren Ressourcen stammt.
  • Stellen Sie nun als allererstes den Antrag beim KfW.
  • Dann suchen Sie sich in aller Ruhe eine Wallbox und einen Elektriker aus.
  • Dann reichen Sie die Rechnung/en ein und warten auf das Geld 🙂 Die Einreichung sollte aktuell bis August 2021 erfolgen.

Was Tesla besser macht als die europäischen Autohersteller

Ich kann nicht beurteilen, ob Tesla die besseren Autos baut und damit die vielleicht pfiffigere Technologie verwendet. Doch eines ist sicher: Tesla denkt bei einem Auto eher an einen Computer auf Rädern. Wohingegen gerade deutsche Autobauer einen Pkw als ein Fahrzeug mit einem Computer sehen. Der Unterschied ist fundamental und führt dazu, dass VW oder auch Audi nun anfangen, massiv IT-Experten zu rekrutieren, weil sie eben zu Tesla aufschließen wollen. Für Tesla ist es beispielsweise kein Problem Over-the-air Softwareupdates auf deren Fahrzeuge einzuspielen. Damit tun sich deutsche Autohersteller noch sehr schwer.

Aber dieser Vorsprung von Tesla in Sachen Software wäre noch zu verkraften, wenn da nicht noch ein weiterer sehr wichtiger Punkte wäre: Tesla hat ein hervorragende Supercharger-Infrastruktur.

(Screenshot von der https://www.tesla.com/de_DE/supercharger)

Bitte schauen Sie sich das Bild genau an: In Jettingen-Scheppach gibt es eine Station und dort sind 8 Supercharger vorhanden!!! Und damit eigentlich relativ wenige. An anderen Standorten sind es 10, 12 oder gar 14 und mehr Ladesäulen. Somit ist als Tesla-Fahrer faktisch immer eine vakante Ladesäule vorhanden.

Zweiter wichtiger Punkt: Die Kosten für das Laden eines Tesla liegen aktuell bei ca. 35 Cent je kWh. Das ist absolut in Ordnung.

Was halten wir – also die deutschen Autobauer – dagegen? Richtig: Ionity-Ladesäulen.

(Von der Webseite ionity.eu)

Auf den ersten Blick sieht das Ladenetz auch sehr gut aus. Auf den zweiten Blick sieht man jedoch, dass je Ladepunkt meistens nur 4 Charger zur Verfügung stehen.

Und: Das Laden kostet aktuell 79 Cent je kWh. Also mehr als doppelt soviel wie das Laden an einem Tesla-Supercharger. Und das obwohl die wichtigen Automobilhersteller Partner von Ionity sind.

(Von der Webseite ionity.eu)

Das verstehe wer mag!!!! Aber immerhin kann man sich bei BMW, Audi, Mercedes etc. mit einer Ladekarte und einem Vertrag ausstatten, um damit dann günstiger an den Ionity-Säulen laden zu können.

(Infos von BMW Charging)

In diesem Beispiel kostet es monatlich 13 Euro, um dann damit für 0,35 Euro je kWh an den Ionity-Säulen laden zu können.

Für mich als BMW i3-Fahrer hat das nicht wirklich eine Auswirkung, denn …

(Screenshots von going electric)

… zum einen kann der BMW i3 „nur“ mit 50 kW DC laden und zum zweiten gibt es fast immer an den Raststationen neben Ionity auch noch andere Lademöglichkeiten: Wie hier (Köschinger Forst an der A9 zwischen Nürnberg und München) beispielsweise der Verbund E-Wald. Dort kann ich den BMW mit 50 kW und ca. 38 Cent je kWh laden – ohne irgendeinen Vertrag.

Klar kann Ionity flotter laden, aber dazu braucht man auch das entsprechende Auto. So wird ein Audi e-tron in der Spitze mit 150 kW geladen. Aber da er mehr Strom verbraucht – ca. 25-30 kWh je 100 km, ist es am Ende wirklich egal, ob ein BMW i3 mit 50 kW oder ein Audi e-tron mit 150 kW geladen wird. Der e-tron ist nach ca. 30 Minuten von 0 auf 80% geladen und kann damit real im Sommer ca. 250 km auf der Autobahn weiter fahren.

Der BMW i3 kann bis 90% Akku mit einer Geschwindigkeit von 50 kW aufgeladen werden und kann damit ca. 250 km weit fahren, bevor er wieder an Strom will. Für diese Ladung braucht er ca. 38 Minuten und es kostet etwa 15 Euro. Die Kosten beim e-tron liegen bei ca. 56 Euro ohne einen Vertrag (79 Cent je kWh) und bei etwa 26 Euro mit einem Abonnement.

Fazit:

Tesla-Fahrer können ein sehr gutes Ladenetz nutzen und die Kosten sind mit ca. 35 Cent je kWh absolut in Ordnung. Wer beispielsweise ein deutsches Fabrikat mit großen Akku fährt, der wird bei den HPC-Ladern (High-Power-Chargern) kräftig zur Ader gelassen. Sollte ein e-tron mal keinen HPC erreichen können, sondern „nur“ einen 50 kW-DC-Lader, dann ist ratzfatz eine Pause von über 1-2 h einzuplanen. Das macht dann keinen Spaß. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist also von enormer Bedeutung, um den Vorsprung von Tesla zu egalisieren.

Warum ein BMW i3 schneller in Zagreb ist als ein Porsche Taycan

Der Porsche Taycan glänzt mit fulminanten High-Tech-Werten – ist ja auch klar, denn Porsche baut hochwertigste leistungsfähige Sportautos.

• über 400 PS

• von 0 auf 100 km/h in ca. 5 Sekunden

• maximale Geschwindigkeit bei 230 km/h

• Batteriekapazität von ca. 80 kWh

• DC-Laden mit über 200 kW

Also ein Wahnsinn auf 4 Rädern mit einem Elektroantrieb von einem deutschen Premium-Hersteller. Gefahren werden soll damit die Strecke von München nach Zagreb. Das sind ca. 550 km. Da der Taycan mit ca. 28 kWh/100 km angegeben ist, kommt er demgemäß knapp 300 km weit, bevor er an die Ladesäule muss. Dort angekommen tankt er mit gigantischen über 200 kW und ist so in weniger als 25 Minuten wieder voll und es kann damit weiter gehen. Ein Tankstopp und schwups ist man in Zagreb.

Soweit die Theorie. Hier die Praxis:

(Bericht bei Spiegel Online vom 5. April 2021)

Hier die Zusammenfassung:

• das Aufladen in München ist schon anstrengend, da es im Stadtgebiet kaum Schnellader gibt

• nicht an jedem Schnelllader geht es auch schnell – liefert das Ding „nur“ 100 kW, dann dauert das Laden schon ca. 1 h statt eben der 25 theoretischen Minuten

• es waren dann doch 2 Tankstopps notwendig

• die insgesamte Fahrzeit betrug mehr als 7 h

• nur in Deutschland kann man, wenn man Glück hat, auf der Autobahn sausen; in anderen Ländern gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen

Fazit Taycan:

Viel Geld für ein technisch ambitioniertes Fahrzeug, das auf der Langstrecke nicht wirklich gut aussieht.

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Wie verhielte es sich nun, wenn die Strecke mit einem BMW i3 (oder auch einem VW ID.3) gefahren werden würde:

• der Akku hat „nur“ 42 kWh

• das Auto hat knapp 200 PS

• es ist bei 150 km/h abgeriegelt

• von 0 auf 100 km/h braucht der i3 mehr als 7 Sekunden

• DC-Ladegeschwindigkeit von 50 kW

Also nominell ist das Fahrzeug eine Nummer kleiner – ganz grob – etwa die „Hälfte“ des Taycan. Das spiegelt sich zudem im Preis wieder – da liegt er etwa bei einem Drittel des Taycan.

Wie lange würde der BMW i3 von München bis Zagreb benötigen – inklusive Tankstopps:

(https://abetterrouteplanner.com)

Nach etwas mehr als 6 h wäre das Ziel erreicht. Damit ist der i3 etwa 1 h schneller als der Taycan. Wie kann das sein?

• außer in D kann der Taycan nicht flotter fahren als der i3

• da es nahezu überall 50 kW-Ladesäulen gibt, kann der i3 faktisch überall in ca. 30 Minuten wieder voll geladen werden; der Taycan „muss“ HPC-Säulen suchen – also High Power Charging-Säulen, die es immer noch eher selten gibt.

• der BMW i3 kann bis ca. 90% Akku mit voller Power von 50 kW geladen werden, der Taycan schafft nur in einem ganz geringen Bereich die volle DC-Ladegeschwindigkeit

(Ladekurve eines Porsche Taycan von Fastned ermittelt)

Fazit:

Der BMW i3 (oder auch ein VW ID.3) ist in der Gesamtbetrachtung gesehen die bessere Wahl. Ein Porsche Taycan kostet ca. 3mal soviel und bringt aber nicht 3mal so viele Vorteile mit sich.

80% aller täglichen Autofahrten sind weniger als 50 km

… und ca. 25% sind weniger als 2 km -> also die klassische Fahrt zum Bäcker um die Ecke.

Die Distanz – geringer als 2 km – ist sicher mit dem Fahrrad oder bisweilen zu Fuß schneller überwunden also mit dem Auto. Denn gibt es keinen direkt anzufahrenden oder freien Parkplatz, dann ist die Autofahrt am Ende zeitlich deutlich langsamer also die Fahrradroute, die mit einem Parken direkt am Geschäft punkten kann.

Vielleicht führen auch Sie ein Fahrtenbuch und können daraus ja ablesen, welche Distanzen Sie mit Ihrem PKW zurücklegen.

Warum erzähle ich das – na, ganz einfach, weil die Reichweite eines Elektroautos für die allermeisten von uns für den täglichen Einsatz mehr als ausreichend. Bleiben wir mal bei den 50 km je Tag: Wenn Sie z. B. einen Renault Zoe sich anschauen, dann sehen Sie, dass der 52 kWh Akku für gut 300 km reicht. Also müssten Sie maximal einmal je Woche tanken. Und das wohl während der Nacht an der eigenen Wallbox in der Garage oder einem öffentlichen AC – oder DC-Lader in der Umgebung.

(Auszug von der Webseite des ADAC zum Renault Zoe 2020)

Wie Sie anhand der Tabelle sehen, gibt es verschiedene Ausstattungen, die so um die 30.000 Euro liegen. Wenn Sie dann noch die 9000 Euro Förderung abziehen, dann landen Sie bei etwas über 20.000 Euro für ein modernes, leises und alltagstaugliches Elektroauto.

Fazit:

Quasi jedes Elektroauto reicht für die allerallermeisten täglichen Fahrten aller Menschen in Deutschland. Und da viele Autohersteller sich nun ebenfalls zum E-Auto bekennen, sollten Sie Ihren Verbrenner so rasch wie möglich verkaufen, denn schon bald will dieses Fahrzeug keiner mehr haben ….