Ist jetzt ein guter Zeitpunkt um ein E-Auto zu kaufen?

Das ist eine berechtigt gute Frage. Da ich natürlich nicht in die Zukunft sehen kann, bleibt nur die Alternative, die aktuelle Situation zu bewerten und daraus ein Fazit zu ziehen. Schauen wir uns die aktuellen Gegebenheiten also mal im Detail an.

  1. Neufahrzeuge: Wie Sie sicherlich den Medien entnommen haben, ist nach dem prompten Ende der E-Autoförderung durch die Regierung der Neuverkauf sofort dramatisch eingebrochen. Viele Hersteller reagieren mittlerweile mit tollen Rabatten, um die Halde an neuen E-Autos abbauen zu können. Zudem kommt mit BYD aus China der aktuell weltgrößte E-Autobauer auf den europäischen und damit deutschen Markt. BYD hat eigens Frachtschiffe bauen lassen, um deren Fahrzeuge verschiffen zu können. Die BYD-Modelle punkten mit umfassender Ausstattung und einem tollen Preis-Leistungsverhältnis. Darum haben vor wenigen Tagen die USA mit drastischen Zöllen auf den Import von China-Fahrzeugen reagiert. Es wächst also weltweit der Preisdruck auf neu hergestellte E-Autos. Das hat übrigens auch Tesla zu spüren bekommen und senkte darauf hin im vergangenen halben Jahre immer mal wieder die Neuwagenpreise. Und Hersteller in Europa wie die Stellantis-Gruppe haben schnell reagiert und mittlerweile attraktive E-Autos mit Preisen zwischen 20- und 30 000 Euro in den Markt gebracht.
  2. Gebrauchtmarkt: Aktuell sind soviele gebrauchte E-Autos auf dem Markt wie noch nie. Die Preise sind im Fallen begriffen und viele Händler bekommen die Modelle nicht los. Das liegt an verschiedensten Gründen. Zum einen haben die deutlichen Preissenkungen von Tesla die Autovermieter wie Sixt, Hertz, etc. dazu bewegt, hohe Stückzahlen von E-Autos wieder loszuschlagen, die nun eben auf dem Gebrauchtmarkt zu finden sind. Weiterhin ist enormer Druck auf den Neuwagenpreise, der sich ebenfalls auf Gebrauchte auswirkt. Zudem sind viele Leasing-Fahrzeuge bzw. E-Autos, die noch mit Fördergeldern gekauft wurden auf den Markt gekommen. Und zu guter letzt wird insbesonders in Deutschland das E-Auto schlecht geredet, was zu einer deutlichen Kaufzurückhaltung geführt hat. Startet man beispielsweise eine Internetsuche nach gebrauchten E-Automodellen, so findet man Modelle mit weniger als 20 000 km für Preise ab 10 000 Euro. Darunter so beliebte Modelle wie die Renault Zoe oder der BMW i3.
  3. Total Cost of Ownership:  Der Kauf des Fahrzeuges ist ja nur ein Bruchteil der Gesamkosten, die man im Laufe der Fahrzeugnutzung aufwenden muss. Dabei sind Kosten für Sprit, Versicherungen, Steuern, Reparaturen, Verschleißteilen, etc. aufzubringen. Vor allem bei den letztgenannten Punkten liegt das E-Auto weit vorne. Vor allem der Spritpreis schlägt im Regelfall mit mehreren hundert Euros pro Monat zu Buche. Angenommen wir kaufen ein E-Auto für 35 000 Euro und einen gleichwertigen Verbrenner für 28 000 Euro. Ersterer braucht im Schnitt 20 kWh je 100 km, zweitere 8 l je 100 km. Nehmen wir an, dass der Strom mit 35 Cent/kWh zu bezahlen ist. Den Treibstoff veranschlagen wir  mit 1,80 Euro je Liter. Damit kosten 100 km beim E-Auto 7 Euro und beim Verbrenner sind es 14,40 Euro. Also eine Ersparnis von 7,40 Euro auf seiten des E-Autos. Bei einer jährlichen Laufleistung von 20 000 km ist das E-Fahrzeug damit ca. 1 500 Euro günstiger. Nach etwa 4,5 Jahren ist also Kaufpreis + Sprit beim E-Auto die bessere Wahl gewesen. Weiterhin ist das E-Auto bis 2030 komplett steuerbefreit. Im Bereich Verschleißteile kommen beim Verbrenner ebenfalls nicht unerhebliche Kosten auf den Fahrer zu: Ölwechsel, Bremsbelege, etc. Während ein Verbrennerfahrzeug etwa 1500 Teile im Motor hat, sind es beim E-Auto nur einige Dutzend. Und damit kann bei einen Elektroauto schlichtweg auch weniger kaputt gehen. Und wer eine PV-Anlage sein eigen nennt, der kann seinen BEV fast das ganze Jahre über schlichtweg zum Nulltarif volltanken. Der größte Kostenblock bei einem E-Auto könnte ein defekter Akku sein. Doch viele Hersteller geben umfangreiche Garantien wie z. B. 8 Jahre oder 200 000 km, etc. Und mit E-Autos können Sie zudem über die sogenannte THG-Quote Geld verdienen (Treibhausminderungsqoute), die einige hundert Euro je Jahr betragen kann.

Fazit: Es gab schon schlechtere Zeitpunkte, um sich für ein E-Auto zu entscheiden. Aktuell sind die Preise ganz hervorragend für einen Neukäufer, unabhängig davon, ob es ein Gebrauchter oder ein Neuer werden soll.

Überschussladen einfach gemacht mit FENECON

Je mehr Strom Sie von Ihrer Photovoltaikanlage selbst nutzen, desto rentabler ist es. Und somit fahren Sie mit Ihrem E-Auto obendrein zum Nulltarif. Neben Software wie evcc.io gibt es eine Menge verschiedenster Produkte, die das Überschussladen ermöglichen. Wenn es ganz einfach gehen soll, dann ist der Anbieter FENECON sehr zu empfehlen. Dieser bietet Ihnen günstige Stromspeicher verschiedener Größen, einen passenden Wechselrichter inklusive eines intelligenten, selbst entwickeltem Energiemanagements (FEMS) an. Wenn Sie sich zusätzlich noch eine Keba P30 x-series oder c-series dazu besorgen, dann kann das Überschussladen unkompliziert realisiert werden. Denn FENECON bietet eine zusätzliche App (FEMS App AC-Ladestation) an, mit der dieses Vorhaben rasch und zuverlässig umgesetzt werden kann. Zusätzlich gibt es für alle Smartphone-Modelle eine FENECON-App (Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.fenecon.fems, Apple: https://apps.apple.com/de/app/fenecon/id6476198535), um von überall auf der Welt auf die Anlage zugreifen zu können. Dabei sehen Sie, wieviel Energie von den Solarzellen erzeugt wird und wie diese nun verteilt wird (Verbrauch, Speicher, Einspeisung).

Wie Sie anhand des Screenshots der mobilen FENECON-App sehen, kommen gut 5 kW vom Dach. Zusätzlich werden rund 5 kW vom Speicher entnommen, um den Verbrauch von 10 kW im Haus zu decken. Dabei laufen 4,5 kW in den „Tank“ des Autos (siehe KEBA Ladestation).

Besonders intelligent ist, wie schon erwähnt, die Nutzung von überflüssigem Strom vom Dach, der weder im Haus benötigt wird noch in den Stromspeicher fließen kann, weil der längst voll ist. 

Mit dieser überschüssigen Energie soll eben das E-Auto geladen werden. Und genau das kann mit der FEMS App AC-Ladestation konfiguriert werden.

In diesem Fall (Automatisch) wir das Überschussladen eingestellt. Zudem kann das E-Auto bzw. der Stromspeicher priorisiert werden. Und wenn Sie wollen, können Sie eine minimale Beladung für das E-Mobil garantieren. Wenn Sie 3phasig laden sind das stets gut 4 kW, bei einer 1phasigen Beladung etwa 1,4 kW.

Und da diese Daten über die Smartphone-App einzusehen sind, können Sie weltweit auf diese Information zugreifen und so beispielsweise das Laden des E-Autos starten oder beenden.

Überschussladen: Photovoltaik -> E-Auto mit evcc.io

Nachdem die Einspeisevergütung lächerlich wenig ist, sollten Sie soviel Strom der PV-Anlage wie möglich selbst verbrauchen. Mit einem E-Auto und ein wenig Technik gelingt es im Handumdrehen. Mit der kostenfreien Software evcc.io können Sie die Komponenten PV-Anlage, Stromspeicher und Akku des E-Autos intelligent verwalten.

Es werden eine Fülle von Fahrzeugen, Speichersystemen und Wallboxen unterstützt und damit funktioniert es mit großer Wahrscheinlichkeit auch mit Ihren bestehenden Komponenten.

Um evcc.io zum Laufen zu bekommen, benötigen Sie eine Raspberry Pi, einen Mac-Rechner, eine NAS mit Docker oder ein anderes Unix-Derivat. Die Installation selbst ist gut online dokumentiert und die Einrichtung erfolgt über einen Assistenzprozess. Wichtig ist, dass der evcc-Computer die PV-Anlage (Speicher samt Wechselrichter) und die Wallbox per IP-Adressen erreichen kann.

Mein erstes Elektroauto – GRATIS-E-Book

Bereits das erste Exemplar, das wir im April 2021 veröffentlicht hatten, wurde mehr als 500.000x geladen. Nach rund drei Jahren ist es an der Zeit, diesen Top-Titel den aktuellsten Entwicklungen anzupassen. Und voilà – hier ist es …

Laden Sie das E-Book (ePub) einfach von unserer Webseite – absolut gratis und erhalten Sie brandneue Informationen über dieses brisante Thema. Wenn Sie ein Apple-Gerät besitzen, können Sie mit der App Bücher am Mac, iPhone und iPad diesen Titel lesen.

Wer einen Windows-Rechner hat, möge sich das kostenlose Programm Calibre (https://calibre-ebook.com/download) holen und kann damit das Buch studieren.

Was ist in dem Werk enthalten? – Hier das Inhaltsverzeichnis:

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Spielen Sie mit dem Gedanken, sich ein Elektroauto zuzulegen, haben aber noch eine Menge Fragezeichen und Vorurteile im Kopf? Dann ist alles Folgende genau richtig für Sie!

Sinn dieser Publikation ist es, auf all Ihre Fragen präzise und kompetent zu antworten.

  • Welche Modelle gibt es zur Zeit (2024) und was kosten sie?
  • Stichwort Reichweitenangst! Wie ist das mit der Reichweite und dem Verbrauch eines E-Autos?
  • Wie komme ich an eine eigene Wallbox?
  • Wie und wo klappt das Laden unterwegs?
  • Was ist eine RFID-Karte?
  • Welche Ladekabel gibt es und was exakt brauche ich eigentlich?
  • Kann ich auch an einer normalen Steckdose mein Elektroauto laden und wienlange dauert das?
  • Wie plane ich eine längere Reise mit dem E-Auto?
  • Ich habe eine Photovoltaik-Anlage. Was bringt mir das in Zusammenhang mit einem E-Auto?
  • Ich habe gehört, E-Autos geraten leicht nicht in Brand?
  • Sind denn nicht Autos mit E-Fuels oder Wasserstoff die Zukunft?
  • u.v.m.

Diese und weitere Themen werden umfassend und ausführlich erklärt. Viele Links zu anderen Internetseiten geben Ihnen eine Fülle an Details, so dass Sie nach der Lektüre ein richtiger E-Auto-Profi sein werden. Und bestimmt sind Sie dann motiviert genug, sich jetzt ein solches zu kaufen.

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E-Autos machen Photovoltaikanlagen erst rentabel

Wer sich in diesen Tagen eine PV-Anlage anschafft, der kann lediglich mit etwa € 0,08,– je kWh Einspeisevergütung rechnen. Hat die Solaranlage eine maximale Leistung von etwa 10 kW wird diese bei ordentlicher Dachlage etwa 10 000 kWh je Jahr erzeugen. Der Eigenverbrauch einer dreiköpfigen Familie soll mit 4500 kWh im Kalenderjahr angenommen werden. Da die Sonne im Herbst/Winter weniger oft und flacher auf die PV-Anlage scheint, ist die Ausbeute deutlich geringer. Auf der anderen Seite ist in diesem Zeitraum der elektrische Strombedarf eben höher.

Also unterstellen wir, dass die PV-Anlage 3000 kWh des Gesamtjahresbedarfs decken kann. Somit werden 7000 kWh zu einem Ertrag von € € 0,08 eingespeist. Setzen wir den Bezugsstrompreis mit € 0,35 je kWh an, dann sind die regulären Kosten je Jahr 4.500 kWh* € 0,35 = € 1575. Mit der PV-Anlage sind es nunmehr 1.500 kWh * 0,35 Euro = € 525 Kosten und ein Ertrag von 7.000 kWh * € 0,08 = € 560 durch die Einspeisung. Also geht sich das in etwa aus. Jedoch haben Sie die PV-Anlage installiert und Kosten von ca. € 20.000 stemmen müssen. Ihre jährliche Ersparnis liegt bei etwa € 1.575 und damit ist die Anlage nach ca. 13 Jahren „bezahlt“. In diesen 13 Jahren fahren Sie mit Ihrem Pkw im Schnitt 12.000 km je Jahr und verbrauchen acht Liter je 100 km. (Zusatzkosten ca. 120 x € 8  x € 1,80 pro Liter = € 1.728 pro Jahr x 13 Jahre = € 22.500)

Hätten Sie nun zusätzlich ein E-Auto und würden ca. 1.500 kWh je Jahr von Ihrer PV-Anlage tanken, dann wächst Ihr Eigenbedarf von 3.000 auf 4.500 kWh und lediglich 5.500 kWh würden eingespeist werden. Sie fahren ebenfalls 12.000 km im Jahr und verbrauchen 20 kWh je 100 km (120 x 20 kWh = 2.400 kWh je Jahr). Ergo 900 kWh davon müssen Sie bezahlen, weil diese nicht aus der PV-Anlage kommen: 900 kWh x € 0,35 = € 315).

Also haben Sie Kosten von € 525 (Stromverbrauch aus dem Netz für Wohnen) + € 315 für die Mobilität und das ergibt € 840 pro Jahr. Abzüglich der Einspeisevergütung für 5.500 kWh mit € 0,08 ergeben sich € 400 Auszahlung. Also fallen in der Summe € 440 Kosten pro Jahr für Wohnen UND Autofahren an. Nach 13 Jahren liegen Ihre Kosten bei nur etwa € 5.800 im Vergleich zu € 22.500 mit einem Verbrennerauto. Die Ersparnis liegt damit bei gut € 16.000. 

Übrigens: Mit dem sogenannten Überschussladen (z. B. via evcc.io) können Sie das Laden des E-Auto so einstellen, dass lediglich der „überschüssige“ Strom ins Auto fließen wird.

So sieht es aus, wenn Strom vom Dach kommt und teils ins Autoladen und teils in den Stromspeicher im Haus geladen wird. Zudem werden aktuell 0,8 kW verbraucht.

Bei der Herstellung von E-Autos werden doch seltene Materialien verwendet …

Der Antriebsstrang eines E-Fahrzeugs besteht aus einem Akku und einem Elektromotor. Der Strom aus dem Akku erzeugt im Motor Magnetfelder (Synchron- und Asynchronmotoren) und so wird Bewegung erzeugt. Wird der Fuß vom Gas genommen, wird im Motor Strom erzeugt. Diese Induktion speist Strom in die Batterie zurück und wird Rekuperation genannt. Im Motor kommt hauptsächlich Kupfer zum Einsatz. Darüberhinaus sind je nach Motortyp kommen seltene Erden zum Einsatz, die nach und nach substituiert werden.

Der Akku ist oftmals ein Lithium-Ionen Akku mit Nickel-, Mangan- oder Kobaltanteilen. Zudem werden immer mehr Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) verbaut. Ziel ist die Minderung von seltenen Substanzen. Es wird mit Hochdruck an der Optimierung der Akkus geforscht, so könnte beispielsweise die Na-Ionen-Batterie mit nachhaltigeren und preisweiteren Rohstoffen in Zukunft ein Rolle spielen.

Vergessen werden sollte in dieser Diskussion nicht, dass Verbrennerautos ebenfalls seltene Erden bzw. Rohstoffe wie Platin, Rhodium oder Palladium für den Einsatz in Katalysatoren verwenden. Zudem ist Erdöl ebenfalls endlich.

BEVs (Elektroautos) brennen doch so schnell – ist das ein Sicherheitsrisiko?

Gemäß den Daten des Gesamtverbandes der deutschen Versicherer (GDV) ist das Argument nicht zu stützen: E-Autos haben das gleiche Risiko wie Verbrenner, in Brand zu geraten. Bei beiden Fahrzeugtypen sind übrigens jede Menge Kunststoffe verbaut, die damit ähnliche Brandlasten erzeugen. Problematisch sind hingegen brennende Akkus, die nicht so einfach zu löschen sind. Doch mittlerweile sind alle Feuerwehren darauf hin trainiert worden. Übrigens brennen Fahrzeuge mit Plug-in-Hybriden am häufigsten. Daten des amerikanischen Versicherers AutoinsuranceEZ zeigen je 100.000 versicherten Fahrzeugen folgendes Bild: Den 25 E-Autos stehen 1530 Verbrenner gegenüber, bei den Hybriden waren es sogar 3474. Und noch eine Zahl: Von den etwa 50 Millionen zugelassen Verbrennerfahrzeugen in Deutschland brennen im Schnitt je Jahr 15.000.

Werden E-Fuels im Gegensatz zu BEVs die Zukunft sein?

E-Fuels sind synthetisch hergestellte Kraftstoffe. Dazu werden erneuerbare Energien genutzt. Somit können endliche Ressourcen wie Erdöl ersetzt werden. Bei der Herstellung von E-Fuels wird ebenso viel CO2 benötigt, wie später bei der Verbrennung wieder emittiert wird. Damit sind diese Kraftstoffe klimaneutral. Für die Individualverkehr hergestellte E-Fuels können zumeist ohne Einschränkung für Benzin- oder Dieselmotoren genutzt werden.

Leider ist die Herstellung und Nutzung dieser Treibstoffe nicht effizient. Bereits bei der Erzeugung mit Wasser und Kohlendioxid aus der Luft werden im optimalen Fall lediglich 50% der eingesetzten erneuerbaren Energie im Sprit gespeichert. Wird es dann in einem PKW verbrannt, werden erneut nur etwa 30 % der Energie für den Antrieb genutzt. Wie bei herkömmlichen Verbrennern entweichen damit ca. 70 % als Wärme ungenutzt. Ein Elektroauto kann mit der gleichen eingesetzten Energie mindestes 5mal so weit fahren. Der Verband der Elektrotechnik (VDE) kommt sogar zu dem Ergebnis, dass eine 3-MW-Windkraftanlage Energie für 1600 strombetrieben Fahrzeuge liefern kann, hingegen es nur für 250 E-Fuels-Fahrzeuge reicht.

(© Webseite: https://www.e-fuels.de)

Wird das Wasserstoffauto das Elektroauto verdrängen?

Hier ein klares Jein. Wird ein Auto mit Wasserstoff betankt, dann wird dieser im Fahrzeug „verbrannt“, um damit wiederum Strom (Brennstoffzelle) zu erzeugen und einen Elektromotor zu betreiben. Aus dem Auspuff kommt reines Wasser. Wie also beim reinen Elektroauto wird keinerlei klimaschädliches Kohlendioxid emittiert. Das Tanken von Wasserstoff ist technisch sehr aufwendig, aber ist in jedem Fall schneller als das Beladen des Akkus eines E-Autos.

Allerdings ist Wasserstoff zur Nutzung im Bereich Mobilität aufwendig: Zunächst muss grüner, also nachhaltig erzeugter Wasserstoff hergestellt werden. Dazu wird elektrischer Strom benötigt (Elektrolyse). Der Wasserstoff muss nun gelagert und wiederum an Zapfsäulen verteilt werden. Dort gelangt er dann wie beim Sprittanken in das Fahrzeug. In der Summe bleibt ein Gesamtwirkungsgrad unter ca. 30 %. Ein aktuelles E-Auto mit Akku schafft immerhin 80–90 %. Ein Wasserstoffauto benötigt übrigens ebenfalls eine kleine Batterie, um den Strom zwischenzuspeichern.

Kann das wasserstoffangetriebe Fahrzeug als apriori schon adakta gelegt werden? Mitnichten! Denn Fahrzeuge wie Zuglokomotiven, Lastkraftwägen oder Omnibusse profitieren vom schnellen Auftanken und müssen eine hohe Reichweite abbilden. Diese Fahrzeuggattungen haben ausreichend Platz für größere Wasserstofftanks. Wasserstoff ist sehr hochreaktiv und benötigt deshalb robuste und sichere Tanks, die aufwendig in der Herstellung sind.

Kann das Elektroauto uns aus der Klimakrise helfen?

Ein eindeutiges Ja! Schon heute ist es kein Problem mehr, ein E-Auto mit Ökostrom zu betanken. Sei es die eigene Photovoltaik-Anlage, der grüne Stromanbieter oder die öffentlichen Ladesäulen, die mit erneuerbaren Energie betrieben werden – der Sprit für ein E-Auto kommt ohne Kohlendioxid aus. Zudem wird beim Fahren selbst keinerlei Emission verursacht. Ganz anders verhält es ich bei der Nutzung eines Verbrenner-PKWs: Rund 20 bis 30 kg CO2 werden je 100 km verbraucht und in die Atmosphäre geblasen.

Zudem muss das Erdöl gefördert, transportiert, raffineriert und erneut zur Zapfsäule gebracht werden. Etwa 50 kWh je sieben Liter sind dafür notwendig!!!!!! Allein damit kann ein Elektroauto 200 bis 300 km zurücklegen. Werden 7 Liter Sprit auf 100 km verbraucht, so entspricht das in etwa 350 km mit einem gleichwertigen Elektrofahrzeug. Während ein Verbrenner einen Wirkungsgrad um die 30 % erzielt, punktet das E-Auto mit 80 %-90 % und mehr. Das führt nun dazu, dass ein Elektromotor mit gleicher Energie eben deutlich weiter fahren kann.

Doch das E-Fahrzeug benötigt Strom, der beispielsweise über das Stromnetz geliefert werden muss. Zudem entstehen beim Laden Ladeverluste. In der Summe dürften Verluste so um die 30 % realistisch sein. Damit benötigt ein E-Auto total (Verbrauch von 20 kWh je 100km) auf 1.000 km etwa 270 kWh. Ein Verbrenner hingegen braucht fast fünfmal soviel! Nämlich 1.250 kWh (10 x 50 kWh für die Herstellung und zur Verfügungsstellung von Treibstoff und 10 x 75 kWh für den Spritverbrauch). Damit ist das Elektroauto der eindeutige Sieger, wenn es um nachhaltige und emissionsfreie individuelle Mobilität geht.