Laden Sie ihr Elektroauto bequem in der Garage mit einer Wallbox

Wer eine Steckdose in der Garage hat, der kann damit sein E-Auto aufladen. So einfach ist das. Allerdings kommen aus der Haushaltsstecksdose „nur“ etwa 3kW raus. Wenn ihr Elektroauto beispielsweise über einen 42 kWh-Akku verfügt, dann ist dieser nach ca. 13-14h voll geladen. Wenn Sie also abends von der Arbeit nach Hause kommen, ist das Auto morgens also wieder prallvoll. ABER: Wahrscheinlich ist der Akku des E-Autos gar nicht komplett leer. Angenommen, es fehlen lediglich 26 kWh, dann ist das Auto in etwa 9 h wieder vollends aufgeladen.

Besitzen Sie hingegen ein Elektroauto mit einem richtig großen fetten Akku von sagen wir mal 80 kWh, dann wird es mit dem Aufladen über Nacht möglicherweise etwas knapp. Es hängt aber eben auch wieder damit zusammen, wie „leer“ der Akku bzw. das Auto zu Hause ankommen. Wenn ihr Fahrzeug einen Verbrauch von 25 kWh je 100 km hat und Sie täglich 120 km in die Arbeit pendeln, dann müssen somit nur etwa 30 kWh nachgeladen werden. Das schafft die Steckdose in ungefähr 10 h. Sollte also kein Problem sein.

Deutlich schneller geht das Laden mit 11 kW und einer Wallbox.

(… und der Einbau eines heimischen Ladepunktes wird aktuell von der KfW bezuschusst)

Mit 900 Euro je Ladepunkt sind Sie also dabei. Da eine Wallbox mit einer Ladeleistung von 11 kW ca. 900 Euro kostet, schenkt Ihnen also der Staat (genauer der Minister Andreas Scheuer) eine Wallbox. Damit lädt man ca. 4mal schneller als mit der Steckdose. Der Akku mit einer Kapazität von 42 kWh eines Elektroautos ist damit in 4 h wieder komplett voll. In 8 h können Sie also bis knapp 90 kWh laden und so auch große E-Fahrzeuge wieder flott bekommen.

Achtung: Es werden nur bestimmte Ladestationen gefördert. Die Liste der Modelle, die förderfähig sind, können ebenfalls auf der KfW-Seite abgerufen werden. Dort erhalten Sie eine ellenlange Liste mit allen möglichen Modellen.

Achtung:

Wichtig für die Förderung: Der Strom fürs Auf­laden muss ausschließlich aus erneuer­baren Energien stammen, etwa vom Energie­versorger mit Öko­strom-Tarif oder von der eigenen Photo­voltaik-Anlage.“ (Zitat von der Webseite der KfW)

Prüfen Sie also, ob Sie Ihren Strom von einem Anbieter erhalten, der ausschließlich nachhaltigen Strom liefert und lassen Sie sich das bitte unbedingt schriftlich bestätigen!!!! Sollte Ihr Anbieter das nicht anbieten können, dann wechseln Sie eben den Stromlieferanten.

Die Abrechnung erfolgt zu den Konditionen, wie Sie auch den „normalen“ Strom in Ihrem Haushalt abrechnen. Bei vielen Haushalten dürften das so um die 30 Cent je kWh sein.

Pfiffig ist es zudem, den eigenen Strom zu nutzen – also beispielsweise den eigenen Solarstrom. Übrigens werden zudem neue PV-Anlagen (Photovoltaik-Anlagen) ebenfalls gefördert – wiederum von der KfW!!! Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Nochmals zurück zur Wallbox: Nachdem ich selbst im Januar 2021 eine in die Garage einbauen ließ, hier noch einige Tipps:

• Nehmen Sie eine Wallbox die aktuell förderfähig ist und mit 11 kW Ihr Auto betankt, aber am besten durch Software auf 22 kW umgestellt werden kann, um so für die Zukunft gerüstet zu sein.

• Die Wallbox sollte per App einzurichten sein.

• Gut ist es zudem, wenn man die Ladedaten wiederum über eine App ablesen kann. Dazu muss die Wallbox Bluetooth, WLAN oder eine SIM-Karte haben, um mit dem Smartphone kommunizieren zu können.

• Ich finde es prima, wenn man für die Wallbox zusätzlich eine RFID-Karte nutzen kann, damit nicht jeder beliebige die Wallbox zum Laden verwenden kann. Das ist wichtig, wenn die Wallbox nicht in der Garage, sondern beispielsweise in der Hauseinfahrt oder wo auch immer steht und so potenziell für jedermann zugänglich ist. Alternativ zur RFID-Karte kann wiederum für die Autorisierung an der Wallbox ein Smartphone inklusive einer App zum Einsatz kommen.

Ich habe mich also auch tagelang mit den verschiedenen Modellen auseinander gesetzt und meine Wahl fiel dann auf diese Box, die alle genannten Kriterien erfüllt:

(https://www.mobilityhouse.com/de_de/evbox-elvi-wallbox-22kw-wlan-mid-bluetooth.html)

Die 900 Euro haben ich ebenfalls schon ausbezahlt bekommen – musste aber nach dem Einreichen der Rechnung noch über 2 Monate darauf warten.

Am besten machen Sie es so:

  • Prüfen Sie, ob Ihr Haushaltsstrom bereits aus erneuerbaren Ressourcen stammt.
  • Stellen Sie nun als allererstes den Antrag beim KfW.
  • Dann suchen Sie sich in aller Ruhe eine Wallbox und einen Elektriker aus.
  • Dann reichen Sie die Rechnung/en ein und warten auf das Geld 🙂 Die Einreichung sollte aktuell bis August 2021 erfolgen.

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