Sprit versus Strom

  • Um 1 Liter Benzin in Ihren Tank zu füllen, werden auf dem Weg vom Bohrloch z.B. in Saudi-Arabien bis zur Zapfsäule in Deutschland insgesamt ca. 1,5 bis 1,7 Kilowattstunden (kWh) an Energie verbraucht.
  • Mit diesen etwa 1,6 kWh, die nur für die Herstellung von 1 Liter Benzin nötig sind, würde ein Elektroauto bereits ca. 8 bis 10 Kilometer weit fahren.
  • Wenn ein Verbrenner 8 Liter Sprit braucht, sind dazu ca. 13 kWh notwendig. Damit fährt ein E-Auto bereits ca. 75 km.

Fazit: Nur das Betanken eines Verbrenner-Pkws mit z. B. 60 Litern kostet soviel Energie, dass ein E-Auto damit bereits über 560 km fahren kann. Ist das Verbrennerauto nun unterwegs erzeugt es Abwärme und Abgase und hat nur einen Wirkungsgrad unterhalb von 30%. Ein E-Auto schafft ca. 90%. Um also die gleiche Strecke zurück legen zu können, benötigt ein Verbrennerauto ca. 4mal soviel Energie wie ein Elektroauto.

So aufwendig ist es, Sprit für einen Verbrenner herzustellen

1. Die Logistische Route (z. B. Saudi-Arabien bis Triest)

Der Weg beginnt weit vor Europa. Das Rohöl wird in Saudi-Arabien (z.B. Ghawar-Ölfeld) gefördert und auf VLCCs (Very Large Crude Carriers) verladen.

  • Route: Die Schiffe fahren durch das Rote Meer, passieren den Suezkanal (eine kritische Engstelle) und durchqueren das Mittelmeer bis zur oberen Adria.
  • Dauer: Eine solche Seereise dauert in der Regel ca. 15 bis 20 Tage.
  • Hafen Triest: Triest ist der wichtigste Ölhafen für Mitteleuropa. Er ist speziell für tiefgehende Tanker ausgelegt, die dort ihre Ladung direkt in die Tanks der Pipeline-Terminals pumpen.

2. Die TAL-Pipeline (Das Herzstück)

Die Pipeline von Triest nach Ingolstadt ist eine technische Meisterleistung.

  • Der Aufstieg: Das Öl muss von Meereshöhe über die Alpen gepumpt werden (bis auf 1.500 Meter Höhe am Felbertauern).
  • Kapazität: Die TAL versorgt zu 100% die Raffinerien in Bayern und Baden-Württemberg sowie Teile Österreichs und Tschechiens.
  • Geschwindigkeit: Das Öl fließt nicht rasend schnell; es bewegt sich mit etwa Schrittgeschwindigkeit durch die Röhre. Es dauert mehrere Tage, bis ein „Paket“ Rohöl von Triest in Ingolstadt ankommt.

3. Raffinerie Ingolstadt (Die Umwandlung)

Hier findet die eigentliche Magie statt: Die fraktionierte Destillation. Rohöl selbst ist nutzlos, bis es in seine Bestandteile zerlegt wird.

In Ingolstadt passiert Folgendes:

  1. Erhitzung: Das Rohöl wird auf ca. 400°C erhitzt.
  2. Trennung: In Destillationstürmen trennen sich die Stoffe je nach Siedepunkt.
    • Oben (leicht): Gase (LPG), Benzin.
    • Mitte: Kerosin (Flugzeugtreibstoff), Diesel, Heizöl.
    • Unten (schwer): Schweröl, Bitumen (für Asphalt).
  3. Veredelung: Durch Cracken und Entschwefeln werden die Kraftstoffe nutzbar und umweltverträglicher gemacht (z.B. Euro-6 Norm).

4. Die Tankstelle (Der Endverbraucher)

Der letzte Schritt ist die Feinverteilung.

  • Tankwagen-Logistik: Ein Standard-Tanklastzug fasst ca. 30.000 bis 40.000 Liter.
  • Just-in-Time: Tankstellen haben begrenzte Lagerkapazitäten und werden oft täglich oder mehrmals wöchentlich beliefert, basierend auf automatischen Füllstandsmeldungen.

Klimakrise wegen Kohlendioxid: Mitschuld des Verbrenner Pkws

Rein theoretisch wird in einem Verbrennungsmotor der Sprit mit dem Sauerstoff der Luft verbrannt. Optimalerweise würde Wasserdampf und Kohlendioxid entstehen. Aber leider entstehen weitere schädliche Abgase wie Stickoxide und vieles mehr.

Aber zurück zum Kohlendioxid:

  • 1 l Sprit erzeugt ca. 2,7 kg Kohlendioxid
  • 2,7 kg Kohlendioxid sind etwa 1400 Kubikmeter
  • 15000 km Fahrleistung im Jahr mit je 8 l auf 100 km erzeugen somit:
    • 3240 kg Kohlendioxid
    • und das entspricht 4.500.000 Kubikmeter Kohlendioxid

Wenn wir weiterhin davon ausgehen, dass derzeit alleine in Deutschland ungefähr 43 Millionen Verbrennerautos zugelassen sind, so ergibt das bei einer durchschnittlichen Fahrleistung je Fahrzeug von 15000 km im Jahr und 8 Liter Sprit auf je 100 km insgesamt 14 Milliarden kg Kohlendioxid.

Und darum brauchen wir uns auch nicht zu wundern, dass unser Klima immer mehr verrückt spielt.

Übrigens: Ein BEV (also ein rein elektrisch betriebenes Auto) emittiert kein Kohlendioxid während der Fahrt. Und bei der Herstellung achten viele Produzenten darauf, das Auto nachhaltig und klimaneutral herzustellen.

Das beste „Elektroauto“ der Welt

Es gibt ein „Fahrzeug“, das alle anderen weit hinter sich lässt:

  • geringer Verbrauch -> ca. 0,5 kWh je 100 km
  • immer und überall kostenlose Parkplätze
  • es ist ein „Cabrio“
  • geringer Anschaffungspreis von wenigen tausend Euros

Richtig geraten: Das E-Bike!

Ich genieße es immer wieder aufs Neue, mit dem Fahrrad einfach vor ein Geschäft zu fahren, das Rad abzustellen, meine Erledigungen zu verrichten und wieder weiter zu radeln. So einfach ist das und so gut.

Und dass man dabei was für seine Gesundheit tut ist eh klar. Zudem spart man nen Menge Zeit: Bis man mit dem PKW einen Parkplatz gefunden hat, ist dem Fahrrad längst alles erledigt.

PS: Und wie ist das mit schlechtem Wetter wie Regen etc.? Nun, ich bin über 10 Jahre werktäglich ins Büro geradelt. Eine Strecke von 8 km einfach. Morgens hin und abends retour. Im Schnitt hatte ich je Jahr ca. 5 Regenfahrten!!!! Und das bei über 300 Fahrten im ganzen Jahr.

Was ist der Unterschied zwischen dem Verbrenner PKW in der Garage zur Ölheizung im Keller?

Nun – ganz einfach: Die Ölheizung hat keine Räder.

Leider ist das gar nicht so lustig: Die Ölheizung im Keller mit Boiler etc. hat einen gesamten Wirkungsgrad von 70-80%. Der Rest sind Verluste wie Abwärme etc. Beim Verbrenner PKW verhält es sich eigentlich genauso: Nur 20-30% dienen dem Antrieb, wohingegen über 70-80% Abwärme sind, die man beim PKW kühlen muss.

Bild: © heizsparer.de

Oder andersrum formuliert: Ein Verbrennerauto ist eine fahrende Ölheizung. Und so brauchen wir uns auch nicht zu wundern, dass es immer wärmer wird und wir sämtliche Klimaziele nicht erreichen. Alleine in Deutschland sind ca. 43 Millionen Verbrennerfahrzeuge zugelassen.

Ist jetzt ein guter Zeitpunkt um ein E-Auto zu kaufen?

Das ist eine berechtigt gute Frage. Da ich natürlich nicht in die Zukunft sehen kann, bleibt nur die Alternative, die aktuelle Situation zu bewerten und daraus ein Fazit zu ziehen. Schauen wir uns die aktuellen Gegebenheiten also mal im Detail an.

  1. Neufahrzeuge: Wie Sie sicherlich den Medien entnommen haben, ist nach dem prompten Ende der E-Autoförderung durch die Regierung der Neuverkauf sofort dramatisch eingebrochen. Viele Hersteller reagieren mittlerweile mit tollen Rabatten, um die Halde an neuen E-Autos abbauen zu können. Zudem kommt mit BYD aus China der aktuell weltgrößte E-Autobauer auf den europäischen und damit deutschen Markt. BYD hat eigens Frachtschiffe bauen lassen, um deren Fahrzeuge verschiffen zu können. Die BYD-Modelle punkten mit umfassender Ausstattung und einem tollen Preis-Leistungsverhältnis. Darum haben vor wenigen Tagen die USA mit drastischen Zöllen auf den Import von China-Fahrzeugen reagiert. Es wächst also weltweit der Preisdruck auf neu hergestellte E-Autos. Das hat übrigens auch Tesla zu spüren bekommen und senkte darauf hin im vergangenen halben Jahre immer mal wieder die Neuwagenpreise. Und Hersteller in Europa wie die Stellantis-Gruppe haben schnell reagiert und mittlerweile attraktive E-Autos mit Preisen zwischen 20- und 30 000 Euro in den Markt gebracht.
  2. Gebrauchtmarkt: Aktuell sind soviele gebrauchte E-Autos auf dem Markt wie noch nie. Die Preise sind im Fallen begriffen und viele Händler bekommen die Modelle nicht los. Das liegt an verschiedensten Gründen. Zum einen haben die deutlichen Preissenkungen von Tesla die Autovermieter wie Sixt, Hertz, etc. dazu bewegt, hohe Stückzahlen von E-Autos wieder loszuschlagen, die nun eben auf dem Gebrauchtmarkt zu finden sind. Weiterhin ist enormer Druck auf den Neuwagenpreise, der sich ebenfalls auf Gebrauchte auswirkt. Zudem sind viele Leasing-Fahrzeuge bzw. E-Autos, die noch mit Fördergeldern gekauft wurden auf den Markt gekommen. Und zu guter letzt wird insbesonders in Deutschland das E-Auto schlecht geredet, was zu einer deutlichen Kaufzurückhaltung geführt hat. Startet man beispielsweise eine Internetsuche nach gebrauchten E-Automodellen, so findet man Modelle mit weniger als 20 000 km für Preise ab 10 000 Euro. Darunter so beliebte Modelle wie die Renault Zoe oder der BMW i3.
  3. Total Cost of Ownership:  Der Kauf des Fahrzeuges ist ja nur ein Bruchteil der Gesamkosten, die man im Laufe der Fahrzeugnutzung aufwenden muss. Dabei sind Kosten für Sprit, Versicherungen, Steuern, Reparaturen, Verschleißteilen, etc. aufzubringen. Vor allem bei den letztgenannten Punkten liegt das E-Auto weit vorne. Vor allem der Spritpreis schlägt im Regelfall mit mehreren hundert Euros pro Monat zu Buche. Angenommen wir kaufen ein E-Auto für 35 000 Euro und einen gleichwertigen Verbrenner für 28 000 Euro. Ersterer braucht im Schnitt 20 kWh je 100 km, zweitere 8 l je 100 km. Nehmen wir an, dass der Strom mit 35 Cent/kWh zu bezahlen ist. Den Treibstoff veranschlagen wir  mit 1,80 Euro je Liter. Damit kosten 100 km beim E-Auto 7 Euro und beim Verbrenner sind es 14,40 Euro. Also eine Ersparnis von 7,40 Euro auf seiten des E-Autos. Bei einer jährlichen Laufleistung von 20 000 km ist das E-Fahrzeug damit ca. 1 500 Euro günstiger. Nach etwa 4,5 Jahren ist also Kaufpreis + Sprit beim E-Auto die bessere Wahl gewesen. Weiterhin ist das E-Auto bis 2030 komplett steuerbefreit. Im Bereich Verschleißteile kommen beim Verbrenner ebenfalls nicht unerhebliche Kosten auf den Fahrer zu: Ölwechsel, Bremsbelege, etc. Während ein Verbrennerfahrzeug etwa 1500 Teile im Motor hat, sind es beim E-Auto nur einige Dutzend. Und damit kann bei einen Elektroauto schlichtweg auch weniger kaputt gehen. Und wer eine PV-Anlage sein eigen nennt, der kann seinen BEV fast das ganze Jahre über schlichtweg zum Nulltarif volltanken. Der größte Kostenblock bei einem E-Auto könnte ein defekter Akku sein. Doch viele Hersteller geben umfangreiche Garantien wie z. B. 8 Jahre oder 200 000 km, etc. Und mit E-Autos können Sie zudem über die sogenannte THG-Quote Geld verdienen (Treibhausminderungsqoute), die einige hundert Euro je Jahr betragen kann.

Fazit: Es gab schon schlechtere Zeitpunkte, um sich für ein E-Auto zu entscheiden. Aktuell sind die Preise ganz hervorragend für einen Neukäufer, unabhängig davon, ob es ein Gebrauchter oder ein Neuer werden soll.

Überschussladen einfach gemacht mit FENECON

Je mehr Strom Sie von Ihrer Photovoltaikanlage selbst nutzen, desto rentabler ist es. Und somit fahren Sie mit Ihrem E-Auto obendrein zum Nulltarif. Neben Software wie evcc.io gibt es eine Menge verschiedenster Produkte, die das Überschussladen ermöglichen. Wenn es ganz einfach gehen soll, dann ist der Anbieter FENECON sehr zu empfehlen. Dieser bietet Ihnen günstige Stromspeicher verschiedener Größen, einen passenden Wechselrichter inklusive eines intelligenten, selbst entwickeltem Energiemanagements (FEMS) an. Wenn Sie sich zusätzlich noch eine Keba P30 x-series oder c-series dazu besorgen, dann kann das Überschussladen unkompliziert realisiert werden. Denn FENECON bietet eine zusätzliche App (FEMS App AC-Ladestation) an, mit der dieses Vorhaben rasch und zuverlässig umgesetzt werden kann. Zusätzlich gibt es für alle Smartphone-Modelle eine FENECON-App (Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.fenecon.fems, Apple: https://apps.apple.com/de/app/fenecon/id6476198535), um von überall auf der Welt auf die Anlage zugreifen zu können. Dabei sehen Sie, wieviel Energie von den Solarzellen erzeugt wird und wie diese nun verteilt wird (Verbrauch, Speicher, Einspeisung).

Wie Sie anhand des Screenshots der mobilen FENECON-App sehen, kommen gut 5 kW vom Dach. Zusätzlich werden rund 5 kW vom Speicher entnommen, um den Verbrauch von 10 kW im Haus zu decken. Dabei laufen 4,5 kW in den „Tank“ des Autos (siehe KEBA Ladestation).

Besonders intelligent ist, wie schon erwähnt, die Nutzung von überflüssigem Strom vom Dach, der weder im Haus benötigt wird noch in den Stromspeicher fließen kann, weil der längst voll ist. 

Mit dieser überschüssigen Energie soll eben das E-Auto geladen werden. Und genau das kann mit der FEMS App AC-Ladestation konfiguriert werden.

In diesem Fall (Automatisch) wir das Überschussladen eingestellt. Zudem kann das E-Auto bzw. der Stromspeicher priorisiert werden. Und wenn Sie wollen, können Sie eine minimale Beladung für das E-Mobil garantieren. Wenn Sie 3phasig laden sind das stets gut 4 kW, bei einer 1phasigen Beladung etwa 1,4 kW.

Und da diese Daten über die Smartphone-App einzusehen sind, können Sie weltweit auf diese Information zugreifen und so beispielsweise das Laden des E-Autos starten oder beenden.

Überschussladen: Photovoltaik -> E-Auto mit evcc.io

Nachdem die Einspeisevergütung lächerlich wenig ist, sollten Sie soviel Strom der PV-Anlage wie möglich selbst verbrauchen. Mit einem E-Auto und ein wenig Technik gelingt es im Handumdrehen. Mit der kostenfreien Software evcc.io können Sie die Komponenten PV-Anlage, Stromspeicher und Akku des E-Autos intelligent verwalten.

Es werden eine Fülle von Fahrzeugen, Speichersystemen und Wallboxen unterstützt und damit funktioniert es mit großer Wahrscheinlichkeit auch mit Ihren bestehenden Komponenten.

Um evcc.io zum Laufen zu bekommen, benötigen Sie eine Raspberry Pi, einen Mac-Rechner, eine NAS mit Docker oder ein anderes Unix-Derivat. Die Installation selbst ist gut online dokumentiert und die Einrichtung erfolgt über einen Assistenzprozess. Wichtig ist, dass der evcc-Computer die PV-Anlage (Speicher samt Wechselrichter) und die Wallbox per IP-Adressen erreichen kann.

Mein erstes Elektroauto – GRATIS-E-Book

Bereits das erste Exemplar, das wir im April 2021 veröffentlicht hatten, wurde mehr als 500.000x geladen. Nach rund drei Jahren ist es an der Zeit, diesen Top-Titel den aktuellsten Entwicklungen anzupassen. Und voilà – hier ist es …

Laden Sie das E-Book (ePub) einfach von unserer Webseite – absolut gratis und erhalten Sie brandneue Informationen über dieses brisante Thema. Wenn Sie ein Apple-Gerät besitzen, können Sie mit der App Bücher am Mac, iPhone und iPad diesen Titel lesen.

Wer einen Windows-Rechner hat, möge sich das kostenlose Programm Calibre (https://calibre-ebook.com/download) holen und kann damit das Buch studieren.

Was ist in dem Werk enthalten? – Hier das Inhaltsverzeichnis:

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Spielen Sie mit dem Gedanken, sich ein Elektroauto zuzulegen, haben aber noch eine Menge Fragezeichen und Vorurteile im Kopf? Dann ist alles Folgende genau richtig für Sie!

Sinn dieser Publikation ist es, auf all Ihre Fragen präzise und kompetent zu antworten.

  • Welche Modelle gibt es zur Zeit (2024) und was kosten sie?
  • Stichwort Reichweitenangst! Wie ist das mit der Reichweite und dem Verbrauch eines E-Autos?
  • Wie komme ich an eine eigene Wallbox?
  • Wie und wo klappt das Laden unterwegs?
  • Was ist eine RFID-Karte?
  • Welche Ladekabel gibt es und was exakt brauche ich eigentlich?
  • Kann ich auch an einer normalen Steckdose mein Elektroauto laden und wienlange dauert das?
  • Wie plane ich eine längere Reise mit dem E-Auto?
  • Ich habe eine Photovoltaik-Anlage. Was bringt mir das in Zusammenhang mit einem E-Auto?
  • Ich habe gehört, E-Autos geraten leicht nicht in Brand?
  • Sind denn nicht Autos mit E-Fuels oder Wasserstoff die Zukunft?
  • u.v.m.

Diese und weitere Themen werden umfassend und ausführlich erklärt. Viele Links zu anderen Internetseiten geben Ihnen eine Fülle an Details, so dass Sie nach der Lektüre ein richtiger E-Auto-Profi sein werden. Und bestimmt sind Sie dann motiviert genug, sich jetzt ein solches zu kaufen.

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E-Autos machen Photovoltaikanlagen erst rentabel

Wer sich in diesen Tagen eine PV-Anlage anschafft, der kann lediglich mit etwa € 0,08,– je kWh Einspeisevergütung rechnen. Hat die Solaranlage eine maximale Leistung von etwa 10 kW wird diese bei ordentlicher Dachlage etwa 10 000 kWh je Jahr erzeugen. Der Eigenverbrauch einer dreiköpfigen Familie soll mit 4500 kWh im Kalenderjahr angenommen werden. Da die Sonne im Herbst/Winter weniger oft und flacher auf die PV-Anlage scheint, ist die Ausbeute deutlich geringer. Auf der anderen Seite ist in diesem Zeitraum der elektrische Strombedarf eben höher.

Also unterstellen wir, dass die PV-Anlage 3000 kWh des Gesamtjahresbedarfs decken kann. Somit werden 7000 kWh zu einem Ertrag von € € 0,08 eingespeist. Setzen wir den Bezugsstrompreis mit € 0,35 je kWh an, dann sind die regulären Kosten je Jahr 4.500 kWh* € 0,35 = € 1575. Mit der PV-Anlage sind es nunmehr 1.500 kWh * 0,35 Euro = € 525 Kosten und ein Ertrag von 7.000 kWh * € 0,08 = € 560 durch die Einspeisung. Also geht sich das in etwa aus. Jedoch haben Sie die PV-Anlage installiert und Kosten von ca. € 20.000 stemmen müssen. Ihre jährliche Ersparnis liegt bei etwa € 1.575 und damit ist die Anlage nach ca. 13 Jahren „bezahlt“. In diesen 13 Jahren fahren Sie mit Ihrem Pkw im Schnitt 12.000 km je Jahr und verbrauchen acht Liter je 100 km. (Zusatzkosten ca. 120 x € 8  x € 1,80 pro Liter = € 1.728 pro Jahr x 13 Jahre = € 22.500)

Hätten Sie nun zusätzlich ein E-Auto und würden ca. 1.500 kWh je Jahr von Ihrer PV-Anlage tanken, dann wächst Ihr Eigenbedarf von 3.000 auf 4.500 kWh und lediglich 5.500 kWh würden eingespeist werden. Sie fahren ebenfalls 12.000 km im Jahr und verbrauchen 20 kWh je 100 km (120 x 20 kWh = 2.400 kWh je Jahr). Ergo 900 kWh davon müssen Sie bezahlen, weil diese nicht aus der PV-Anlage kommen: 900 kWh x € 0,35 = € 315).

Also haben Sie Kosten von € 525 (Stromverbrauch aus dem Netz für Wohnen) + € 315 für die Mobilität und das ergibt € 840 pro Jahr. Abzüglich der Einspeisevergütung für 5.500 kWh mit € 0,08 ergeben sich € 400 Auszahlung. Also fallen in der Summe € 440 Kosten pro Jahr für Wohnen UND Autofahren an. Nach 13 Jahren liegen Ihre Kosten bei nur etwa € 5.800 im Vergleich zu € 22.500 mit einem Verbrennerauto. Die Ersparnis liegt damit bei gut € 16.000. 

Übrigens: Mit dem sogenannten Überschussladen (z. B. via evcc.io) können Sie das Laden des E-Auto so einstellen, dass lediglich der „überschüssige“ Strom ins Auto fließen wird.

So sieht es aus, wenn Strom vom Dach kommt und teils ins Autoladen und teils in den Stromspeicher im Haus geladen wird. Zudem werden aktuell 0,8 kW verbraucht.