Tesla Model Y – Probefahrt und Bewertung

Wir haben das Modell mit dem Dualmotor ausprobiert. Soweit man weiß, hat dieses Modell circa einen Akku mit 77 kWh. Nach unserer Testfahrt hatten wir etwa einen Verbrauch von 20 kWh. Also kommt man mit dem Fahrzeug knapp 400 km weit. Soweit die Theorie. Was aber beim Modell Y erschreckend ist, ist die Ladekurve. Das Laden nimmt mit zunehmender Akkufüllung (SoC) stetig ab. Wenn wir also nun von einem 80 %-Ladezustand ausgehen, hat man mit dem Modell Y also eine Reichweite in der Größenordnung von 300-320 km.

© UnterBlog von Horst Lüning

Was uns positiv aufgefallen ist, ist ist die enorme Kraft der beiden Motoren. Wenn man das Gaspedal drückt, springt er sofort wie ein Wirbelwind los. Das Bedieninterface der Tesla -Modelle ist natürlich diskussionswürdig. Wir haben versucht über die Sprachkommandos die ein oder andere Funktion aufzurufen. Hierbei muss festgestellt werden, dass die Spracherkennungsqualität weit hinter Diensten wie Siri hinterherhinkt. In 80 % der Fälle wurde das Kommando nicht korrekt verstanden und irgendeinen Blödsinn ausgeführt. Auch die Bedienung einfacher Funktionen wie das Aktivieren der Sitzheizung oder das Einstellen des Tempomat erschließt sich nicht auf Anhieb.

© Tesla.com

Das Modell Y ist hart gefedert und durch die breiten Reifen spürt man in der Tat alle Bodenwellen. Diese Fahrwerks-Einstellung kann nicht geändert werden. Hingegen kann die Qualität der Lenkung von Sport über Standard auf Soft geändert werden. Was ganz nett ist, aber besser wäre es, die Federung des Fahrzeugs zu ändern. 

Nachdem bei diesem Fahrzeug der Kofferraum nicht mit einem Deckel abgedeckt ist, hört man im Inneren es öfters klappern und Fahrgeräusche. Auch die Abschirmung der Umgegebungsgeräusche – Umgebungsverkehr, Durchfahrt in einem Tunnel – sind für ein Fahrzeug in dieser Preisklasse einfach zu laut und störend.

Lobend hervorzuheben wäre der extrem große Frunk und der sehr großzügige Kofferraum. Im vergleichbaren Tesla Model 3 ist die Beladung des Kofferraums hingegen nicht besonders gut gelöst, da die Heckscheibe stark nach hinten gezogen ist, erfolgt die Zuladung faktisch über ein „Loch“, in dem man sich schwer tut, größere Gegenstände dort einzubringen. Im Kofferraum kann man zudem durch eine Klappe weiteren Stauraum unterhalb zugänglich machen.

© Tesla.com

Fazit:

Das Tesla Model Y ist mit seinen Verbrauchswerten und der Spritzigkeit der Elektromotoren ganz hervorragend. Das Bedienen über den Bildschirm beziehungsweise die Sprachkommandos sind definitiv verbesserungswürdig. Auch die Ladekurve des Modell Y muss unbedingt technisch optimiert werden.

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